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© Frank Köhntopp / Unsplash

Sport

Sport kann völkerverbindend wirken und politische Grenzen überwinden. Sport ist ein wesentlicher Faktor der gesellschaftlichen Wirklichkeit, in den Medien nimmt die Sportberichterstattung einen großen Raum ein, der Umsatz im Sport rechnet sich längst in Milliarden. Transparency Deutschland setzt sich für transparente und korruptionsfreie Sportstrukturen ein, in Deutschland und weltweit.


Aktuelles

Diskussion "Good Governance im Sport – Warum Transparenz und Fairplay im Verein/Verband?"

Hamburg, 23.09.2019 – Der internationale Sport gerät wegen Doping, fehlender Transparenz und Interessenverquickungen bis hin zur Korruption immer wieder in die Kritik. In Kooperation mit dem Hamburger Sportbund veranstaltet Transparency Deutschland eine Diskussion mit Sylvia Schenk, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport. Was hat es mit Good Governance im Sport auf sich? Wie können Vereine ihre Mitglieder sowie ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Risiken schützen und dazu ein Konzept umsetzen?

Weiterführende Informationen

Filmvorführung "The Workers Cup" und Podiumsdiskussion – Fußball, Katar und Menschenrechte

München, 18.03.2019 – Im Kino Monopol in München wurde der Film "The Workers Cup" über Migrantenarbeiter in Katar gezeigt. In der anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema „Fußball, Katar und Menschenrechte“ diskutierte Sylvia Schenk, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport von Transparency Deutschland, mit der Produzentin des Films Rosie Garthwaite, dem Menschenrechtsaktivist Nick McGeehan, Robo (Südkurve München) und Stefanie Schulte (DFB). Der Leiter des Münchener Fanprojekts Jochen Kaufmann moderierte die Gesprächsrunde.

Der FC Bayern war der Einladung des Fanprojekts nicht gefolgt, was Sylvia Schenk kritisierte: "Ohne Dialogbereitschaft hier in München mit den Fans und Menschenrechtlern sowie klar kommunizierter Erwartungshaltung zur Achtung der Menschenrechte gegenüber den Sponsoren in Katar wird der FC Bayern seiner Verantwortung für die Menschenrechte nicht gerecht."


Forderungen

  • Die Bewerbung des DFB um die EURO 2024 muss ein Leuchtturm für Menschenrechte, Vielfalt sowie Transparenz werden. Hierzu sind Bundesregierung, Länder und Spielorte aufgerufen, umfassende Compliance-Maßnahmen zu ergreifen. Notwendig ist ein Nachhaltigkeitskonzept nach den UN-Leitlinien für Wirtschaft und Menschenrechte.
  • Deutschland braucht eine internationale Sportstrategie, um einen Beitrag zur Bekämpfung von Misswirtschaft und Korruption im Sport zu leisten. Fördergelder des Bundes sollten an entsprechende Kriterien geknüpft werden.
  • National muss das von Transparency Deutschland mitentwickelte Konzept des DOSB für Good Governance auf die Mitgliedsorganisationen des DOSB und die Landessportverbände übertragen werden.
  • Nachdem im Jahr 2017 Sportwettbetrug als Straftatbestand eingeführt wurde, muss jetzt – auch zum Schutz der Athlet/inn/en – ein Schwerpunkt auf Prävention gelegt und das Projekt von DFL und DFB flächendeckend im Fußball ausgerollt sowie auf andere Sportarten übertragen werden. 
     
  • Die Bundesregierung muss die Prävention von Spielmanipulation zu einem Förderkriterium machen. Außerdem ist eine schnelle Klärung betreffend den Glücksspielstaatsvertrag nötig, um Unklarheiten in Bezug auf Sportwetten zu beenden. Als Maßnahme zur Prävention von Spielsucht muss die Werbung für Sportwetten eingedämmt werden. 
     
  • Ein Whistleblower-System mit Schutz für Hinweisgeber muss eingerichtet werden.

Hintergrund

Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung des Sports sowie seine Vorbildwirkung und globale Verankerung verlangen von den Verantwortlichen ein beispielhaftes Engagement für ethische Grundsätze und Fairness, wie sie in der Olympischen Charta niedergelegt sind. Nur auf dieser Basis lassen sich die Werte des Sports, seine Glaubwürdigkeit und damit auch seine erzieherische Funktion dauerhaft sichern.

Würden diese Prinzipien konsequent umgesetzt, wäre dies die beste Prävention gegen Fehlentwicklung und Korruption, die – trotz zahlreicher Fälle – im Sport immer noch viel zu wenig thematisiert werden. Der Fokus der Arbeit von Transparency Deutschland liegt also auf der Schärfung des Bewusstseins für Missstände im Sport, die jene Prinzipien in Frage stellen, die der Sport sich selbst gibt, und der Stärkung von integrem und fairem Verhalten in allen Bereichen: auf dem Platz genauso wie in den Führungsebenen des Sports.


Publikationen
Positionspapier

Sportwetten und Manipulation von Sportwettkämpfen

Die Manipulation eines Sportwettkampfes, um über Sportwetten Einnahmen zu erzielen oder Geld zu waschen, ist in den...

Leitfaden

Grundsätze einer transparenten Bewerbung um die EURO 2024

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) muss sich bei der geplanten Bewerbung um die EURO 2024 konsequent an Nachhaltigkeit,...

Pressemitteilungen
Stellungnahmen

Sylvia Schenk

Leiterin der Arbeitsgruppe Sport