Themen

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Sport

Sport kann völkerverbindend wirken und politische Grenzen überwinden. Sport ist ein wesentlicher Faktor der gesellschaftlichen Wirklichkeit, in den Medien nimmt die Sportberichterstattung einen großen Raum ein, der Umsatz im Sport rechnet sich längst in Milliarden. Transparency Deutschland setzt sich für transparente und korruptionsfreie Sportstrukturen ein, in Deutschland und weltweit.


Aktuelles

Nationale Strategie Sportgroßveranstaltungen: Nachhaltigkeit, Transparenz und Partizipation als wesentliche Elemente

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Berlin, 08.12.2020 – Die 3. Fachtagung im Rahmen der Erarbeitung der Nationalen Strategie Sportgroßveranstaltungen durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat in Kooperation mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) stattgefunden. Unter den rund 160 Teilnehmer*innen war Transparency Deutschland mit Nicole Espey und Sylvia Schenk vertreten.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand der im November veröffentlichte Zwischenbericht, der ausdrücklich "Nachhaltigkeit, Transparenz und Partizipation" als Grundlage einer gemeinsamen Zukunftsvision für Sportgroßveranstaltungen betont. Bei der Fachtagung wurde ergänzend auf die aktuelle, durch die Pandemie verstärkte Dynamik in der internationalen Sportpolitik zu den Sustainable Development Goals und den Menschenrechten, eng verknüpft mit Fragen der Governance, hingewiesen. Dafür setzt sich insbesondere auch Transparency Deutschland ein.

Fußball-EURO 2024: DJK-Bundesverband tritt Stakeholder-Initiative bei

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Berlin, 08.12.2020 – Die zivilgesellschaftliche Initiative, die die Vorbereitung auf die Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland mitgestaltet, ist erneut ein kleines Stückchen größer geworden. Aktuell ist der DJK-Bundesverband der Initiative beigetreten. Der katholische Sportverband mit seinen über 400.000 Mitgliedern ist damit die elfte Organisation, die dieser von Transparency Deutschland koordinierten Stakeholder-Initiative angehört.

Ziel der Initiative ist es, „die Einhaltung der Menschenrechte sowie die Förderung von Vielfalt, Transparenz und Nachhaltigkeit auf dem Weg zur und bei der UEFA EURO 2024 in Deutschland sicher zu stellen. Wir wollen den Deutschen Fußball-Bund e.V. (DFB) und die zehn Spielorte bundesweit unterstützen, der großen Verantwortung gerecht zu werden und die einmalige Chance zu nutzen, eine internationale Vorreiterrolle bei der Stärkung der Gesellschaft durch eine Sport-Großveranstaltung einzunehmen“, wie es in dem gemeinsam erarbeiteten Konzept heißt.

Und auch wenn Corona derzeit andere Schwerpunkte im Sport setzt, so laufen die Vorbereitungen auf die Europameisterschaft doch weiter. Ende November 2020 veranstaltete der DFB sein Dialogforum zum Thema „Gesellschaftliche Verantwortung“. Mit Daniela Wurbs von der BundesBehindertenfan-ArbeitsGemeinschaft (BBAG) referierte dort auch ein Mitglied der Initiative. Unter dem allgemeinen Stichwort Vielfalt sprach sie über die Erwartungen von Menschen mit Behinderung an die Organisation der EM.

Wenige Tage später hatte die Initiative dann Markus Stenger, den Geschäftsführer der DFB EURO GmbH, in einer Videokonferenz zu Gast. Stenger berichtete über den Stand der Vorbereitungen und diskutierte mit der Initiative über mögliche gemeinsame Aktivitäten in den Spielorten.

Weiterführende Informationen

Unser Fußball – ein gesellschaftliches Vorbild

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Berlin, 16. Juli 2020 – Transparency Deutschland hat die Erklärung des Bündnisses "Unser Fußball" unterzeichnet. Mit seiner enormen Strahlkraft kommt dem Fußball eine große gesellschaftliche Verantwortung zu. Eine Verantwortung, der er leider allzu oft nicht gerecht geworden ist. Transparency Deutschland fordert, dass sich der Fußball im Sport und in der Gesellschaft für Menschenrechte und Vielfalt stark macht und Korruption ernsthaft bekämpft. Als gesellschaftliches Vorbild handelt unser Fußball sozial nachhaltig und wird seiner ökologischen Verantwortung gerecht. Dem Bündnis haben sich bereits rund 2.400 Fanclubs bzw. Gruppen sowie rund 13.000 Einzelpersonen angeschlossen.

Weiterführende Informationen

Webinar "Schmerzmittelmissbrauch im Fußball"

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Berlin, 02.07.2020 – Zusammenbrüche auf dem Spielfeld, Blut spuckende Spieler, Nierentransplantationen, lebenslange gesundheitliche Folgen: Der Fußball hat ein erhebliches Problem mit Schmerzmitteln, aber nur wenige sprechen öffentlich darüber. In einem Webinar von Bündnis 90 / Die Grünen diskutierte zu diesem Thema Sylvia Schenk, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport von Transparency Deutschland, u.a. mit Erwin Bugar (DFB), Jonathan Sachse und Arne Steinberg (beide Correctiv), Andrea Gotzmann (Nationale Anti-Doping Agentur) sowie Erhard Grundl und Felix Bach (Bündnis 90 / Die Grünen).

Zur Aufzeichnung des Webinars

 


Forderungen

  • Die EURO 2024 muss ein Leuchtturm für Menschenrechte, Vielfalt sowie Transparenz werden. Hierzu sind Bundesregierung, Länder und Spielorte aufgerufen, umfassende Compliance-Maßnahmen zu ergreifen. Notwendig ist ein Nachhaltigkeitskonzept nach den UN-Leitlinien für Wirtschaft und Menschenrechte. Zur Rahmenerklärung der Zivilgesellschaft
  • Deutschland braucht eine internationale Sportstrategie, um einen Beitrag zur Bekämpfung von Misswirtschaft und Korruption im Sport zu leisten. Fördergelder des Bundes sollten an entsprechende Kriterien geknüpft werden.
  • National muss das von Transparency Deutschland mitentwickelte Konzept des DOSB für Good Governance auf die Mitgliedsorganisationen des DOSB und die Landessportverbände übertragen werden.
  • Nachdem im Jahr 2017 Sportwettbetrug als Straftatbestand eingeführt wurde, muss – auch zum Schutz der Athletinnen und Athleten – ein Schwerpunkt auf Prävention gelegt und das Projekt von DFL und DFB flächendeckend im Fußball ausgerollt sowie auf andere Sportarten übertragen werden. 
     
  • Die Bundesregierung muss die Prävention von Spielmanipulation zu einem Förderkriterium machen. Als Maßnahme zur Prävention von Spielsucht muss die Werbung für Sportwetten eingedämmt werden. 
     
  • Ein Whistleblower-System mit Schutz für Hinweisgeber muss eingerichtet werden.

Hintergrund

Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung des Sports sowie seine Vorbildwirkung und globale Verankerung verlangen von den Verantwortlichen ein beispielhaftes Engagement für ethische Grundsätze und Fairness, wie sie in der Olympischen Charta niedergelegt sind. Nur auf dieser Basis lassen sich die Werte des Sports, seine Glaubwürdigkeit und damit auch seine erzieherische Funktion dauerhaft sichern.

Würden diese Prinzipien konsequent umgesetzt, wäre dies die beste Prävention gegen Fehlentwicklung und Korruption, die – trotz zahlreicher Fälle – im Sport immer noch viel zu wenig thematisiert werden. Der Fokus der Arbeit von Transparency Deutschland liegt also auf der Schärfung des Bewusstseins für Missstände im Sport, die jene Prinzipien in Frage stellen, die der Sport sich selbst gibt, und der Stärkung von integrem und fairem Verhalten in allen Bereichen: auf dem Platz genauso wie in den Führungsebenen des Sports.


Publikationen
Scheinwerfer

Korruptionsbekämpfung im Sport

Im Sommer 2021 findet sowohl die Fußballeuropameisterschaft als auch die Olympischen und Paralympischen Spiele statt. Das...

Leitfaden

Good Governance in Sport Organisations

Transparency International Germany has developed guidelines to support good governance in local sport clubs or small-sized...

Aktuelle Meldungen
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Kontakt

Nicole Espey

Co-Leiterin der Arbeitsgruppe Sport

Jochen Reinhardt

Co-Leiter der Arbeitsgruppe Sport