Sport

Moderator Michael Spannaus.im Gespräch mit Silvia Schenk
Aus dem Bayerischen Tischtennis-Verband: Dr. Carsten Matthias
Vorstandsvorsitzender des LSB NRW Dr. Christoph Niessen (links)
Good Governance-Beauftragter Klaus Seeger vom HTV

Good Governance im Sport auf Landesebene – Gelungene Info-Veranstaltung des Hessischen Innenministeriums

Frankfurt, 30. Juni 2017 - „Eine richtig gute Veranstaltung, authentisch und praxisnah“. Sylvia Schenk, die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Sport bei Transparency International Deutschland war äußerst angetan von der Informationsveranstaltung zu Good Governance, zu der Hessens Innenminister Peter Beuth  Ende Juni nach Frankfurt eingeladen hatte. Konkret ging es um die Frage: Wie lässt sich das Prinzip der Good Governance im organisierten Sport auf Landesebene umsetzen? Das Interesse an dem im Sport hochaktuellen Thema war trotz Ferienbeginn in Hessen groß: Rund 50 Personen aus Fachverbänden, Sportkreisen und auch aus der Führungsakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) verfolgten die Vorträge.
In denen berichteten Dr. Carsten Matthias vom Bayerischen Tischtennis-Verband sowie Dr. Christoph Niessen vom Landessportbund NRW über die praktischen Erfahrungen bei der Einführung und Umsetzung von Good Governance in ihren Organisationen. Klaus Seeger vom Hessischen Turnverband stellte Rolle und Aufgabe eines Good Governance-Beauftragten im Verband vor – eine oftmals unterschätzte Funktion. Für die Sicht von Außen sorgte dann Sylvia Schenk.


Transparency sieht noch viele Unsicherheiten bei den Landesverbänden

Bekanntlich hatte Transparency in einem zweijährigen Prozess das Good Governance-Konzept des DOSB mit entwickelt und begleitet. In der praktischen Umsetzung und bei der Einbeziehung weiterer Landes- und Fachverbände ergaben sich jedoch erhebliche Unsicherheiten. Im März hatte Transparency dann bereits zu einer Veranstaltung auch mit Vertretern des organisierten Sports geladen, in der schnell klar wurde, dass der Wunsch nach weiteren Informationen und Austausch groß ist. Das unterstrich auch Dr. Matthias, indem er seinen Verbands-Kolleginnen und -Kollegen riet, sich wie er in diesem Prozess stets Rat von außen zu holen, eben zum Beispiel auch bei den Experten von Transparency.

 

Good Governance ist Risikoprävention für Verbände und Mitarbeiter

Allgemeines Fazit nach drei Stunden Vorträgen und Diskussion: das Wichtigste für die Verbände sei, sich überhaupt auf den Weg zu machen. Der Prozess der Umsetzung von Good Governance müsse dann aber entschlossen und zugleich entspannt angegangen werden. Good Governance sollte auch von internen Kommunikationsmaßnahmen begleitet werden, mit denen allen Beteiligten deutlich gemacht werden soll, dass es sich hierbei um eine Maßnahme der Risikoprävention handelt. Dabei geht es darum, den Verband, den Verein aber auch Einzelne wie Mitarbeiter/innen oder Trainer/innen zu schützen."

Am Schluß entstand dann noch eine kühne Idee: so eine informative Veranstaltung könne man doch eigentlich durch Deutschland sozusagen auf Tour schicken, um alle Bundesländer und die dort ansässigen Sportverbände und Sportvereine zu erreichen. Mal sehen, was draus wird....

 

Alle Fotos: Landesportbund Hessen e.V. 

 

Aktuelles

 

 

14. August 2017

Ein Jahr nach Rio: „Children Win“ zieht kritische Bilanz

Ein Jahr nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro zieht „Children Win“ eine kritische Bilanz. Die von Terre des Hommes unterstützte Organisation, die sich für die Rechte von Kindern im Umfeld sportlicher Großveranstaltungen einsetzt, hat aktuell Menschen nach ihren Erfahrungen und Erlebnissen befragt, die sich im Vorfeld der Spiele aktiv gegen die Vernichtung von Umwelt und Wohnraum und damit für den Erhalt von Lebensraum für Kinder einsetzten. Darunter auch Maria de Penha, die durch ihren Widerstand gegen die Zerstörung der Wohnsiedlung Vila Autodromo bekannt wurde. Sie fordert die olympischen Organisationen weiterhin auf, die Rechte von Bewohnern in olympischen Städten mehr zu respektieren. Dieses und andere Interviews sind hier nachzulesen: www.childrenwin.org

Transparency Deutschland ist mit „Children Win“ über die Sport-and-Rights-Alliance“ verbunden, in der verschiedene internationale Menschenrechtsorganisationen mitarbeiten.

 

01. August 2017

Neue „Host City Verträge“ des IOC: Lob für Transparency Deutschland aus den USA

Richmond/USA – Viel Anerkennung für das beharrliche Engagement von Transparency Deutschland und ein besonderes persönliches Dankeschön an Sylvia Schenk, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport, gab es von Andy Spalding, einem amerikanischen Rechtsprofessor und Anti-Korruptions-Experten. Spalding kommentierte im renommierten US-amerikanischen „FCPA-Blog“ die gewichtigen Änderungen im „Host City Vertrag“ zwischen IOC und Ausrichterstädten olympischer Spiele hinsichtlich Anti-Korruption und Einhaltung von Menschenrechten mit Blick auf Los Angeles 2028. Unter der Überschrift „The Olympic anti-corruption era begins“ verweist Spalding u.a. auf die über zehn Jahre andauernde Diskussion mit dem IOC und auf den diesbezüglichen Einsatz von Transparency Deutschland unter Leitung von Sylvia Schenk.

 

Den Beitrag im FCPA-Blog finden Sie hier

Mehr zum Host City Vertrag finden Sie hier.

 

23. Juli 2017

Ethik-Code und Code of Conduct beim Badminton-Weltverband 

Kuala Lumpur – Die Badminton World Federation (BWF) hat im Mai 2017 einen aktuellen Ethikcode und daran angedockt einen Code of Conduct verabschiedet. Jetzt wurde in diesem Zusammenhang eine Gruppe von unabhängigen Expertinnen und Experten berufen, die über Dopingfälle und Verstöße gegen den Code of Conduct entscheiden. Unter den sechs berufenen Personen aus den Bereichen Recht, Wissenschaft und Medizin befindet sich auch Sylvia Schenk, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport von Transparency Deutschland. Mehr zum Thema finden Sie hier.  

 

15. Juli 2017

G20-Gipfel unterstützt den Kampf gegen Korruption im Sport

Hamburg – Auch wenn der G20-Gipfel in Hamburg nun schon ein paar Tage her ist, so soll an dieser Stelle der Blick nochmal ins Abschlussdokument gelenkt werden. Dort gibt es nämlich auch aus Sicht der AG Sport von Transparency Deutschland erfreuliche Absichtserklärungen zum Sport. Im Kapitel „Fighting Corruption“ heißt es: „Wir werden uns weiter der Integrität im Sport widmen und rufen die internationalen Sportverbände nachdrücklich dazu auf, ihren Kampf gegen die Korruption zu verstärken, indem sie die weltweit höchsten

Standards zu Integrität und Korruptionsbekämpfung erreichen. In diesem Zusammenhang streben wir ein gemeinsames Verständnis hinsichtlich der Korruptionsrisiken bei Bewerbungen um die Ausrichtung großer Sportveranstaltungen an.“

Die Abschlusserklärung finden Sie hier

 

10. Juli 2017

Verhaltensrichtlinien für Spielortauswahl mit Transparency erarbeitetet

Frankfurt – Mit der Abgabe der Bewerbungsunterlagen von 14 Städten, die Spielort der Fußball-Europameisterschaft EURO 2024 werden möchten, geht das nationale Bewerbungsverfahren in seine heiße Phase. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wies heute in seiner diesbezüglichen Pressemitteilung auch auf die Begleitung des Bewerbungsprozesses durch Transparency International Deutschland hin. Wörtlich heißt es: „Während des gesamten Auswahlprozesses gelten die mit Transparency International Deutschland e.V. erarbeiteten und in einem Code of Conduct zusammengefassten Verhaltensrichtlinien für alle Mitglieder von Präsidium und Bewerbungskomitee sowie für alle Bewerberspielorte."

Die Pressemitteilung im Wortlaut: hier

 

29. Mai 2017

„Die Olympiabewerbung mit einer größeren Idee verbinden“ – Transparency auf dem Diskussionsforum „Sport.Politik.Berlin.“

Berlin – Die Diskussion um eine neuerliche deutsche Olympiabewerbung hat wieder etwas Fahrt aufgenommen. Beim Diskussionsforum „Sport.Politik.Berlin“ sprach sich Innenminister Thomas de Maiziere für eine „nationale Strategie“ aus, die schon zu Beginn der nächsten Legislaturperiode angegangen werden soll. Eine Bewerbung als Land, nicht als einzelne Stadt schwebe ihm vor, deshalb müsse die Strategie-Diskussion auch deutschlandweit geführt werden. Auch die Suche nach Austragungsorten solle sich verändern.

"Die Frage ist: Wie schaffen wir es, dass die gesamte Bevölkerung sagt: Wir wollen das als Land haben?", sagte de Maiziere: "Und dann in eine Region gehen und sagen: Die wäre dafür geeignet - das scheint mir die richtige Reihenfolge der Debatte zu sein." Zuletzt waren in Deutschland die Olympia-Bewerbungen von München und Hamburg an der Bevölkerung gescheitert.

 

Das ganze Land muss hinter der Bewerbung stehen

Auch Sylvia Schenk, als Vorsitzende der Arbeitsgruppe Sport von Transparency Deutschland auf dem Diskussionspodium, konnte der Idee durchaus Positives abgewinnen: „Wir brauchen olympische Spiele, damit etwas in Bewegung kommt“. Allerdings sprach sie auch klar die notwendigen Voraussetzungen und die Versäumnisse der Vergangenheit an: „Eine Olympia-Bewerbung kann nur funktionieren, wenn das ganze Land dahinter steht. Dazu muss man wissen, was man mit einer Olympiabewerbung genau will und welche Botschaft man ins eigene Land und in die Welt senden will. Daran hat es zuletzt immer gefehlt“. Es sei wichtig, mit der Olympiabewerbung, eine größere Idee zu verbinden, aber dafür sei die Zeit jetzt ja auch reif.
Für den dritten Diskussionsteilnehmer Julius Brink, Olympiasieger im Beachvolleyball, wäre es interessant, „Olympia in einem neuen Format zu erleben“. Die Veranstaltung „Sport.Politik.Berlin.“ soll künftig zweimal jährlich stattfinden. Veranstalter sind der Verband der Sportjournalisten Berlin-Brandenburg und der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller.


29. Mai 2017

Glücksspielmarkt: Wissenschaftler kritisieren verfehlte Gesetzesänderung

Berlin – Der deutsche Glücksspielmarkt, zu dem auch Sportwetten gehören, befindet sich im internationalen Vergleich in relativ ungeordneten Bahnen. Und die Defizite werden auch durch die jüngst von den Ministerpräsidenten beschlossenen Änderungen am Glücksspielstaatsvertrag nicht behoben. Zu diesem Schluss kommt eine umfassende wissenschaftliche Evaluierung im Auftrag des Deutschen Sportwettenverbandes und des Deutschen Online-Casinoverbandes, die in Berlin vorgestellt wurde. Im Vergleich mit sechs europäischer Länder belegt Deutschland den letzten Platz bei der Frage nach geeigneten Maßnahmen, um Glücksspiele aus dem Grau- in den regulierten Bereich zu überführen. 

Die an der Evaluation beteiligten Wissenschaftler empfahlen u.a. die Einrichtung einer zentralen Glücksspielregulierungsbehörde, die staatliche Lizensierung von Online-Poker und Casinospielen sowie die Einführung eines Kontroll- und Monitorsystems für Glücksspielanbieter.

Mehr dazu: https://gluecksspielstudie.de/


20.05.2017

Bayreuther Studenten diskutierten über Korruption im Sport

Bayreuth – Wie Korruption im Sport entsteht und wie man damit umgehen kann, haben die Studierenden der berufsbegleitenden Masterstudiengänge MBA Sportmanagement und LL.M. Sportrecht der Universität Bayreuth während des Kamingesprächs mit Sylvia Schenk, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport bei Transparency International Deutschland, erfahren. Unterstützt wurde Schenk dabei von den Studierenden des LL.M. Sportrecht, Lisa Hüttenberger und Pascal Köstner. In der dem Impulsvortrag folgenden Diskussion kamen zum einen Themen der Weltpolitik im Sport zur Sprache und es wurden kleinere Erfolge wie z.B. die teilweise erfolgte Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Katar oder der Förderung des Behindertensports in China genannt. Zum anderen  wurde betont, dass auch in den deutschen Vereinen und Verbänden Strategien und Richtlinien für Nachhaltigkeit notwendig sind.

www.llm-sportrecht-bayreuth.de

 

18. Mai 2017

DOA-Geburtstag: Transparency informierte über Good Governance

Frankfurt – Zehn Jahre Deutsche Olympische Akademie (DOA) – das sind zehn Jahre Einsatz für die Sinn- und Grundsatzfragen des deutschen Sports und der olympischen Bewegung. Ihren 10. Geburtstag feierte die DOA jetzt in Frankfurt, mit einem Festakt und einer Fachkonferenz unter dem Motto „Für die Werte des Sports – 10 Jahre Deutsche Olympische Akademie“. In ihrer Funktion als Leiterin der AG Sport von Transparency International Deutschland gab Sylvia Schenk (gleichzeitig DOA-Vorstandsmitglied) einem größeren Kreis Interessierter einen Überblick über die schwierigen „Schritte zu Good Governance – Verantwortung im Sport“.

Mehr dazu: Über den Sport in die Gesellschaft hineinwirken


11. Mai 2017

EOC soll sich gegen Korruption in Weißrussland stark machen

Rom – Mit Blick auf die „European Games“ 2019 in Weißrussland hat die „Sport & Rights Alliance“ (SRA), ein Zusammenschluss mehrerer internationaler zivilgesellschaftlicher Organisationen, jetzt das in Rom ansässige Europäische Olympische Komitee (EOC) aufgefordert,  in allen Vereinbarungen mit dem die Europaspiele ausrichtenden Land die Einhaltung der Menschenrechte sowie das Vorhandensein von wirksamen Anti-Korruptionsmaßnahmen zu verankern. Das EOC solle sich dabei an  den diesbezüglichen klaren Anforderungen orientieren, die das IOC in Zukunft an die Olympische Spiele ausrichtenden Länder stellt und die Bestandteil des „Host City Contracts“ sein werden. European Games-Ausrichter Weißrussland wird seit vielen Jahren wegen Einschränkung der Menschenrechte, Diskriminierung von Minderheiten sowie einer grassierenden Korruption von zahlreichen Nicht-Regierungs-Organisationen stark kritisiert.

 

Hier die Forderungen der SRA, der auch Transparency Deutschland angehört, im Wortlaut.

 

25. April 2017

SRA: FIFA soll sich bei Putin für Menschenrechte in Tschetschenien einsetzen

Zürich – Seit einigen Monaten werden aus der russischen Teilrepublik Tschetschenien massive Menschenrechtsverletzungen gegenüber Homosexuellen gemeldet. Laut verschiedenen Medienberichten sind über 100 Männer entführt und gefoltert worden. Hinter den brutalen Aktionen sollen staatliche Milizen stecken. 

Im Vorfeld der Fußball-WM 2018 in Russland setzt sich jetzt die internationale Sports-And-Rights-Alliance (SRA), zu der auch Transparency Deutschland gehört, für den Schutz der Homosexuellen ein. Die SRA fordert in einem Brief FIFA-Präsident Infantino auf, auf Russlands Präsident Putin Druck auszuüben, um die Verfolgung der homosexuellen Männer zu beenden und die Menschenrechte herzustellen. Die FIFA hat sich 2016 in ihren Statuten verpflichtet, in ihrem Einflussbereich Menschenrechte zu respektieren und für ihre Verbreitung einzutreten. Die SRA schreibt, es sei an der Zeit, dass die FIFA sich mit einem klaren öffentlichen Statement positioniert.

 

29. März 2017

Transparency-Expertin vor dem Sportausschuss des Bundestages

Berlin – Transparency International Deutschland e.V. hat den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung aufgefordert, national und international zur Stärkung von Good Governance, Transparenz und des Schutzes der Menschenrechte bei sportlichen Großveranstaltungen aktiv beizutragen. Dazu sollte in Absprache mit Sportorganisationen und unter Einbeziehung zivilgesellschaftlicher Organisationen sowie von Sponsoren eine internationale Sportstrategie erarbeitet werden.

In einer Experten-Anhörung Ende März vor dem Sportausschuss des Bundestages bezeichnete Sylvia Schenk, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Sport bei Transparency Deutschland, die bislang unterbliebene Aufarbeitung der gescheiterten Bewerbung Hamburgs um Olympische und Paralympische Sommerspiele 2024 als Ausgangspunkt einer solchen Strategie. 

 

Bislang habe es der deutsche Sport versäumt, eine klare Positionierung zu Menschenrechtsverstößen vorzunehmen, wie sich an den Europäischen Spielen 2015 in Baku und bei der Vergabe der Spiele 2019 nach Minsk (Weißrussland) gezeigt habe. Deutschland müsse zu einer starken Stimme im internationalen Sport werden.

 

Konkret sprach Sylvia Schenk die kommende Welt-Sportminister-Konferenz MINEPS VI (Juli 2017) im russischen Kazan an, bei der es um die Weiterentwicklung der „Berliner Erklärung“ gehen wird. Die „Berliner Erklärung“ ist heute ein in vielen Ländern genutztes Dokument zur Entwicklung von Transparenz, Verantwortlichkeit und Integrität im Sport. Es wurde 2013 im Rahmen der MINEPS V von Deutschland mit initiiert. Doch seitdem habe das Engagement der Bundesregierung nachgelassen und müsse in Kazan wiederbelebt werden, so Schenk.

Sylvia Schenk gab den Abgeordneten darüber hinaus einen breiten Überblick über aktuelle Entwicklungen im internationalen Sport und zeigte auf, dass der Sport in Deutschland teilweise hinterher hinkt. Die Expertenanhörung fand statt zu einem Antrag der Fraktion „Bündnis90/Die Grünen“ unter der Überschrift „Für verbindliche politische Regeln im internationalen Sport – Menschenrechte achten, Umwelt schützen, Korruption bekämpfen“. Die schriftliche Stellungnahme finden Sie hier.

 

18. März 2017

Auftaktsitzung des Menschenrechts-Beirats der FIFA

Zürich – Unter anderem mit Sylvia Schenk, der Vorsitzenden der AG Sport von Transparency International Deutschland, hat jetzt erstmals der unabhängige Menschenrechts-Beirat der FIFA getagt. Er soll den Fußball-Weltverband bei allen Themen beraten, die für die Verantwortung der FIFA hinsichtlich der Menschenrechte maßgeblich sind. Neben Schenk gehören dem Beirat sieben weitere Experten der Vereinten Nationen, von Gewerkschaften, aus der Zivilgesellschaft und aus der Wirtschaft an. Das Gremium soll mindestens zweimal im Jahr tagen. Mehr dazu hier

 

15. März 2017

Vergangenheitsbewältigung bei der FIFA

Zürich - Vor zwei Jahren entstand das linke Bild, der damalige Präsident Sepp Blatter plätschert auf dem FIFA-Gelände in einem kleinen Brunnen fröhlich vor sich hin. Diese Woche, sozusagen passend zur konstituierenden Sitzung des FIFA-Beratungsgremium für Menschenrechtsthemen, an dem auch Transparency Deutschland beteiligt ist, wurde an den Brunnen Hand angelegt (Bild rechts). Sprich – er wurde zersägt und entfernt. Wenn Vergangenheitsbewältigung doch immer so einfach wäre ...

 

17. Februar 2017

Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und Sport intensivieren

Lausanne – Zu einer intensiveren und systematischen Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen hat Sylvia Schenk, Vorsitzende der AG Sport von Transparency International Deutschland, die Sportverbände aufgerufen. Im „2. Internationalen Forum für Sport-Integrität“ in Lausanne nannte sie besonders ein Plus an Glaubwürdigkeit als Vorteil für den Sport. „Ja, wir haben zunächst unterschiedliche Sichtweisen und sind auch unbequem. Aber es gibt schon gute Beispiele gelungener Kooperationen, die den Sport letztendlich stärker machen, wie der Bereich Good Governance“, so Schenk.
Einmal mehr sprach sie sich bei der Veranstaltung im Olympischen Museum für die Entwicklung einer „Kultur des Zuhörens“ innerhalb der Verbände gegenüber internen Kritikern aus. Im Rahmen des Forums kündigte das Internationale Olympische Komitee IOC die Schaffung einer Einheit zur Prävention von Wettkampf-Manipulationen an. Diese soll die entsprechende Arbeit noch effizienter gestalten und die direkt beteiligten Parteien wie internationale Verbände, Nationale Olympische Komitees und Sportler stärker einbinden.
Mehr zum Forum

 

31. Januar 2017

Mega Sport Events: Neue „White Papers“ über Gefahren für Menschenrechte

Frankfurt - Menschenrechtsfragen im Umfeld sportlicher Großveranstaltungen sind spätestens seit den Olympischen Spielen in Rio ein wichtiges Thema im internationalen Sport. Seit heute präsentiert sich nun die internationale Initiative „Mega Sporting Event Platform for Human Rights“ (MSE-Platform) mit einem frischen Internet-Auftritt. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, neue Dialogformen und Handlungsstrategien zu entwickeln, um mögliche Bedrohungen für Menschenrechte im Umfeld großer Sportveranstaltungen frühzeitig zu erkennen und zu kommunizieren. Die MSE-Platform wird vom „Institute for Human Rights and Business“ getragen. Kernstück der Website sind elf sog. „White Papers“, die den aktuellen Kenntnis- und Debattenstand über mögliche Gefahren für Menschenrechte bei sportlichen Großveranstaltungen zusammenfassen – vom Planungsprozess über die Durchführung bis hin zur Nachbereitung. Sylvia Schenk, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Sport von Transparency International Deutschland, beschreibt in ihrem White Paper, welche Bedrohung von Korruption für die Menschenrechte im Sportbereich ausgeht. Sämtliche White Papers finden Sie hier.

 

29. Januar 2017

Transparency soll DFB-Bewerbung um die EURO 2024 begleiten

Ludwigshafen – Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat Transparency International Deutschland gebeten, seine Bewerbung für die Europameisterschaft 2024 zu begleiten. Ausgangspunkt des DFB-Interesses waren die dem Verband im Frühjahr 2016 von Transparency übermittelten „Grundsätze einer transparenten Bewerbung um die EURO 2024“. Im Interview mit „Die Rheinpfalz“ erläutert nun Transparency-Sport-AG-Sprecherin Sylvia Schenk, wie eine derartige Begleitung aus Sicht der Anti-Korruptionsorganisation aussehen könnte. Dabei gibt sie sich optimistisch, dass man auch mit einer völlig sauberen Bewerbung den Zuschlag für die EM bekommen könnte, „da auch die Uefa entsprechende Vorgaben macht und die Öffentlichkeit sehr genau hinschauen wird“. Das komplette Interview gibt es hier.

 

Archivierte Meldungen

Beiträge aus dem Pressespiegel zum Thema

Hintergrund

Sport ist ein wesentlicher Faktor der gesellschaftlichen Wirklichkeit - in den Medien nimmt die Sportberichterstattung einen großen Raum ein, der Umsatz im Sport rechnet sich längst in Milliarden. Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung des Sports sowie seine Vorbildwirkung und globale Verankerung verlangen von den Verantwortlichen ein beispielhaftes Engagement für ethische Grundsätze und Fairness, wie sie in der Olympischen Charta niedergelegt sind. Nur auf dieser Basis lassen sich die Werte des Sports, seine Glaubwürdigkeit und damit auch seine erzieherische Funktion dauerhaft sichern.

 

Würden diese Prinzipien konsequent umgesetzt, wäre dies die beste Prävention gegen Fehlentwicklung und Korruption, die – trotz zahlreicher Fälle – im Sport immer noch viel zu wenig thematisiert werden. Der Fokus der Arbeit von Transparency Deutschland liegt also auf der Schärfung des Bewusstseins für Missstände im Sport, die jene Prinzipien in Frage stellen, die der Sport sich selbst gibt, und der Stärkung von integrem und fairem Verhalten in allen Bereichen: auf dem Platz genauso wie in den Führungsebenen des Sports.

 

Im internationalen Sport – ausgehend vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) nach dem Bestechungsskandal um die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2002 nach Salt Lake City – haben eine Reihe von Verbänden bereits Beschlüsse zu ethischem Verhalten gefasst und u.a. Ethikkommissionen eingerichtet und Ethik Codes verabschiedet. Allerdings fehlt es, von einzelnen Ausnahmen abgesehen, an der tatsächlichen Änderung von Strukturen und Verfahren hin zu größerer Transparenz und Verantwortlichkeit sowie der konsequenten Verfolgung von Verstößen gegen entsprechende Regeln.

 

In Deutschland werden zurzeit in Zusammenarbeit mit Transparency Deutschland solche Vorgaben mehr und mehr thematisiert und verabschiedet, gerade weil das große öffentliche Interesse dem Sport eine herausragende Rolle bei der Durchsetzung von demokratischen und transparenten Strukturen zuschreibt. Insgesamt geht es nicht nur um die Situation in Deutschland, sondern darüber hinaus um eine internationale Wirkung mit dem Ziel, weltweit zu transparenten und demokratischen Sportstrukturen beizutragen. Für Infrastrukturprojekte gibt das Handbuch The United Nations Convention against Corruption: A Strategy for Safeguarding against Corruption in Major Public EventsOrientierung.

 

Mitmachen?

Wenn Sie sich aktiv in der von Sylvia Schenk geleiteten Arbeitsgruppe Sport engagieren wollen, melden Sie sich unter office(at)transparency.de.

Unsere Dokumente zum Thema

Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung des Sportausschusses am 29. März 2017 zum Thema „Für verbindliche politische Regeln im internationalen Sport", 29.03.2017 (pdf, 235 kB)

Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Strafbarkeit von Sportwettbetrug und der Manipulation berufssportlicher Wettbewerb, 26.09.2016 (pdf, 187 kB)

Global Corruption Report 2016 Sport, 23.02.2016 (englisch) 

Selbstverpflichtungserklärung für FIFA Präsidentschaftskandidaten, 25.01.2016 (englisch, pdf, 284 kB)

Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Strafbarkeit von Sportwettbetrug und der Manipulation berufssportlicher Wettbewerbe, 11.01.2016 (pdf, 192 kB)

Stellungnahme von Transparency International Deutschland e.V. zur Umsetzung der Konvention des Europarats gegen die Manipulation von Sportwettbewerben, 09. September 2015 (pdf, 160 kB)

„Ethik und Transparenz in den deutschen Landessportbünden – eine Analyse“, Praktikumsprojekt Christoph Stiller, März 2015 (pdf, 153kB)

Corruption and sport: building integrity to prevent abuses, Working Paper 2/2014, Transparency International, September 2014
Nach der WM ist vor der WM - Integrität im Sport ist eine Daueraufgabe, Scheinwerfer 64, August 2014
Compliance im Sport, Sylvia Schenk, 10. Juni 2014 (pdf, 217kB)
Prävention schlägt Manipulation – Halbzeit im EU-Projekt „How to stop match-fixing", Scheinwerfer 61, November 2013
Guidelines for Good Governance in Grassroots Sport, April 2013 (pdf, 1,9 MB)
Gemeinsam gegen Spielmanipulation, Scheinwerfer 58, März 2013
Grundsätze einer transparenten Olympiabewerbung, Januar 2013 (pdf, 38,2 kB)
Scheinwerfer 55: Sport und Korruption, Juni 2012 (pdf, 713 kB)
FIFA-Report Safe Hands - Deutsche Übersetzung, 2012 (pdf, 107 kB)
ICC Governance Review. Transparency International, 2011 (pdf, 287 kB)
Schriftwechsel mit der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH, Januar bis April 2011
Sport und Politik: Transparenz auch auf kommunaler Ebene gefragt. Scheinwerfer 49, November 2010.
Korruption und Sport: Integrität stärken und Missbrauch verhindern Transparency International, Working Paper, # 03/2009 (pdf, 554 kB)
Hospitality im Compliance-Umfeld - Handhabung von Hospitality-Aktivitäten im deutschen Profisport, Stefan Lugwig und Nadine Jacobi, Deloitte (aus Jahrbuch Sponsoring 2009) New Business Verlag, 2009 (pdf, 1,02 MB)
Aufruf zur Transparenz und zu Maßnahmen gegen Korruption im Sport (pdf, 33 kB)
Strafrechlichte Aspekte im Rahmen von Sponsoren-Einladungen zu Sportveranstaltungen, Scheinwerfer 40
Stellungnahme vom 23.03.2010 zum Thema "Zukunft des Glücksspielwesens in Deutschland" (pdf, 103 kB)
Intransparenz im Sport, Scheinwerfer 48, Juli 2010

Pressemitteilungen zum Thema

Dienstag, 28.02.2017
Pressemitteilung der Sports-And-Rights-Alliance (SRA)

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Dienstag, 20.12.2016
Pressemitteilung der Sports-And-Rights-Alliance (SRA)

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Dienstag, 13.12.2016
Vergabeprozess für die EURO 2024 gestartet: Zivilgesellschaft erwartet vom DFB eine verantwortungsbewusste Bewerbung

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Mittwoch, 07.12.2016
Kampf gegen Doping braucht mutige Whistleblower

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Donnerstag, 22.09.2016
Mehr Transparenz bei der Bewerbung um die EURO 2024

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Mittwoch, 24.08.2016
Transparency Deutschland fordert nach Olympia Neustart im Vorgehen gegen Doping

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Dienstag, 23.02.2016
Global Corruption Report (GCR) Sport veröffentlicht

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Donnerstag, 14.05.2015
FIFA-Präsidentschaftskandidaten beziehen Position zu den Themen Korruption, Arbeitsstandards und Menschenrechte

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Freitag, 05.12.2014
Zivilgesellschaftliches Bündnis fordert vom IOC eine Vorreiterrolle für saubere internationale Sportveranstaltungen

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Dienstag, 12.08.2014
Transparente Olympiabewerbung: Berlin und Hamburg prüfen Bewerbung um die Spiele 2024

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Donnerstag, 24.10.2013
Gesellschafter stellen Ethik-Code für Münchens Olympiabewerbung 2022 vor

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Donnerstag, 21.06.2012
Transparency nimmt Unternehmen in die Verantwortung - Grundlegende Reform der "Formula One Group" überfällig

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Dienstag, 16.08.2011
Transparency International fordert unabhängige Kommission zur Begleitung der FIFA-Reform und legt Reformvorschläge vor

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Donnerstag, 07.07.2011
Olympia neu denken

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Montag, 09.05.2011
Abstimmung ist Signal für mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung – nur so kann die Olympiabewerbung nachhaltig erfolgreich sein

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Freitag, 29.01.2010
Transparency Deutschland fordert klare Regeln bei Beraterverträgen von Sportfunktionären

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Mittwoch, 11.03.2009
Professionelle Compliance auch im Profisport erforderlich

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Montag, 03.04.2006
Transparency Deutschland stellt Aufruf zur Transparenz und zu Maßnahmen gegen Korruption im Sport vor

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Was ist Korruption?

Was macht Transparency Deutschland dagegen?

Initiative Transparente Zivilgesellschaft