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MeldungHinweisgeberschutz

Whistleblower in der Kirche brauchen Schutz

Berlin, 21.03.2022

© Institut für Kirche 4.0 e.V.

Transparency Deutschland begrüßt eine neue Initiative, die sich für den Schutz von Personen einsetzt, die in religiösen Gemeinschaften auf Missstände hinweisen. Beraten von Expert:innen von Transparency Deutschland hat die Initiative mit dem Namen „Kirche trägt Verantwortung“ sich mit vier Forderungen an die Öffentlichkeit gewandt und eine Petition ins Leben gerufen.

So sollen religiöse Gemeinschaften jedweder Rechtsform in Deutschland gesetzlich dazu verpflichtet werden, Hinweisgebersysteme einzurichten. Als Gelegenheitsfenster bietet sich dazu die Umsetzung der EU-Hinweisgeber-Richtlinie in deutsches Recht an. Die Initiative setzt sich dafür ein, dass ein solches Hinweisgebersystem in Kirchen eingebunden sein muss. Dazu gehören transparente Prozesse, unabhängige Strukturen zur Bearbeitung der Hinweise, der Schutz der hinweisgebenden Personen und eine konstruktive Fehler- und Feedbackkultur.

Immer wieder stehen die evangelische Landeskirche, die katholische Kirche sowie die Freikirchen durch Missstände negativ in den Schlagzeilen, etwa durch Fälle von Korruption oder sexuellen Missbrauch. Um solche Missstände in Organisationen jeglicher Form aufzudecken, sind Hinweisgebersysteme nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ein sinnvolles Mittel.