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Transparente Olympiabewerbung: Berlin und Hamburg prüfen Bewerbung um die Spiele 2024

12.08.2014

Berlin/Hamburg, 12.08.2014 – Die Regionalgruppen Berlin und Hamburg der Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland e.V. haben den Regierenden Bürgermeister der Stadt Berlin und den Ersten Bürgermeister der Hansestadt Hamburg zu transparenten und ethischen Standards bei einer möglichen Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele und der Paralympischen Spiele im Jahr 2024 ermuntert.

Im Januar 2013 wurden von Transparency Deutschland die „Grundsätze einer transparenten Olympiabewerbung“ vorgelegt. Nach den „Grundsätzen einer transparenten Olympiabewerbung“ ist eine umfassende Risikoanalyse während der Bewerbungsphase durchzuführen und ein Compliance-Programm für die Organisation der Spiele einzurichten.

Die Veröffentlichung dieser Grundsätze haben den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) sowie die Stadt München und die weiteren an der geplanten Bewerbung um die Olympischen Winterspiele und Paralympischen Spiele 2022 beteiligten Gemeinden dazu veranlasst, mit der Unterstützung von Transparency Deutschland einen Ethik-Code samt Richtlinien zu erarbeiten und im Oktober 2013 zu beschließen. Der Ethik-Code gilt für alle ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Mitglieder der Gremien sowie die Geschäftsführer und Führungskräfte der Bewerbungsgesellschaft werden beispielsweise aufgefordert, alle materiellen und nicht-materiellen Interessen in einem öffentlich zugänglichen Interessensregister offenzulegen, die zu einem Interessenskonflikt führen oder als solcher wahrgenommen werden könnten.

Sylvia Schenk, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport: „Der Beschluss zur Münchener Olympiabewerbung hat einen Standard gesetzt, der auch für eine erneute Bewerbung aus Deutschland gelten muss: Transparenz und klare ethische Vorgaben mit einer systematischen Einbeziehung aller Interessengruppen sind essentiell für die Akzeptanz in der Bevölkerung.“ Durch die Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger an den Planungen und ihrer Umsetzung würde gesellschaftliches Vertrauen gestärkt. International würde ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Bürgerbeteiligung bei Großveranstaltungen gesetzt.

Zu den „Grundsätzen einer transparenten Olympiabewerbung“

Kontakt

Dr. Astrid Wokalek, Leiterin der Regionalgruppe Berlin/Brandenburg
Gerd Leilich, Leiter der Regionalgruppe Hamburg/Schleswig-Holstein
Sylvia Schenk, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport
Dr. Christian Humborg, Geschäftsführer
Transparency International Deutschland e.V.
Tel.: 030 - 54 98 98 0