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Pressestatement zum Fall Peng Shuai

Berlin, 25.11.2021

© John Fornander / Unsplash

Angesichts der Entwicklungen im Fall der chinesischen Tennisspielerin Peng Shuai erklärt Nicole Espey, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport von Transparency Deutschland: „Der Umgang mit dem Fall Peng Shuai ist eine Bankrotterklärung für das IOC und dessen Präsidenten Bach, die sich von der chinesischen Staatsführung instrumentalisieren lassen. Das inszeniert wirkende Telefonat mit Peng Shuai wirft sehr viele Fragen auf. Es bleibt völlig unklar, wie sie behandelt wird, ob sie mit Bach frei sprechen konnte und sich auch sonst frei bewegen kann. Die olympische Bewegung darf politische Willkür und Machtmissbrauch in keinem Fall schützen, sondern muss ihre öffentlich proklamierten Werte selbst leben und auch von Ausrichtern Olympischer Spiele einfordern. Daher muss das IOC gegenüber der chinesischen Regierung das entschiedene Vorgehen der WTA (Women´s Tennis Association) unterstützen. Das IOC muss sich für eine unabhängige, transparente Untersuchung zu den Umständen des Verschwindens von Peng Shuai, zu ihrer aktuellen Situation und zu ihren Vorwürfen der sexuellen Nötigung einsetzen sowie dafür, dass Peng Shuai umgehend freien Kontakt zur WTA aufnehmen kann.“

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