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Millionenschaden als Nachlass

10.02.2006

Bonn – Im Fall Reiner Schreiber hätten die Rechnungsprüfer nun den letzten Bericht über den Korruptionsskandal um das Heizkraftwerk Nord in Bonn vorgelegt, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger. Es gebe zwar keine neuen Erkenntnisse, doch die Vergabe lukrativer Großaufträge sei unter dem damaligen Leiter der Stadtwerke Bonn stets gleich abgelaufen. Der letztlich beauftragte Bieter sei stets als letzter geladen worden und habe dabei den niedrigsten Preis genannt. Später seien aber meist zusätzliche Posten fällig geworden, die die Kosten in die Höhe trieben. Der Schaden für die Steuerzahler gehe in die Millionen. 739.150 Euro Schmiergeld, die während des Verfahrens beschlagnahmt worden waren, seien kürzlich von der Gerichtskasse an die Stadt Bonn überwiesen worden. Nun müssten allerdings die Rechnungsprüfer noch klären, ob das Geld den Stadtwerken oder der Stadt Bonn zustehe.

06-02-10_Kölner-Stadt-Anzeiger