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Korruption als Risiko für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit

Gemeinsame Veranstaltung von GIZ und Transparency Deutschland

Berlin, 03.11.2020

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe COMPLIANCE DIALOG veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Partnerschaft mit Transparency Deutschland am 28. Oktober 2020 eine virtuelle Podiumsdiskussion zum Thema „Korruption im Partnersystem: ein Risiko für unsere Zielerreichung“.

Ziel der Veranstaltung war es, zu diskutieren, wie in GIZ-Projekten Risiken, die sich aus der Korruption ergeben, möglichst geringgehalten und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GIZ – insbesondere der Regionalabteilungen und des Fach- und Methodenbereichs – für dieses Thema sensibilisiert werden können.

Die Einführung in das Thema übernahm Peter Conze. Aus Sicht von Transparency Deutschland fokussierte er sich auf folgende Punkte: Korruptionsbekämpfung als Risikofaktor im gesamten Projektzyklus, Verankerung der Antikorruption in den Verfahren, Sensibilisierung und Qualifizierung des GIZ-Personals im Innen- wie im Außenbereich, die Notwendigkeit von Beschwerdemechanismen und insbesondere die Wichtigkeit von „The Tone from the Top“, das heißt einer entsprechenden Führungskultur.

Als externer Panelist nahm Klas Rasmusson, Senior-Antikorruptionsexperte der schwedischen Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit SIDA, an der Veranstaltung teil. In drei Fragerunden tauschte er sich mit der Fachplanerin für Antikorruption und Integrität der GIZ Anna Sturmfels über Antikorruptionssysteme und -instrumente sowie notwendige zukünftige Schritte aus.

Anschließend fand eine kurze Reflexionsrunde statt, in der die wichtigsten Ergebnisse der Panelisten-Runde noch einmal beleuchtet wurden. Diese Aufgabe übernahm Karen Ziemek aus der Arbeitsgruppe Staatliche Entwicklungszusammenarbeit von Transparency Deutschland.

Die Veranstaltung wurde von 120 Teilnehmenden innerhalb der GIZ, zu denen auch Vertreterinnen und Vertreter der Führungsebene gehörten, besucht.

Bericht: Sieglinde Gauer-Lietz, Leiterin Arbeitsgruppe Staatliche Entwicklungszusammenarbeit von Transparency Deutschland