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Finanzministerium prüft Koch-Wesers Wechsel zur Deutschen Bank

31.01.2006

Hamburg/Berlin/Frankfurt – Das Finanzministerium arbeite an einer beamtenrechtlichen Prüfung des Wechsels des ehemaligen Finanzstaatssekretärs Koch-Weser zur Deutschen Bank, meldet die Süddeutsche Zeitung. Der Wechsel Koch-Wesers ist v.a. deshalb umstritten, weil er während seiner Mitarbeit im Finanzministerium maßgeblich an der Entscheidung beteiligt gewesen war, mit dem Verkauf von Russland-Schulden im Jahr 2004 die Deutsche Bank zu beauftragen. Transparency International kritisiere, dass der Verkaufsauftrag für die Russland-Forderungen an die Deutsche Bank gegangen sei, ohne dass im Vorfeld Angebote anderer Institute geprüft worden seien. Das Beamtengesetz müsse laut Transparency International dahingehend novelliert werden, dass die Karenzzeit-Regelung auch dann greife, wenn Beamte den Dienst auf eigenen Antrag hin beenden oder auf Versorgungsbezüge verzichten.

06-01-29_Sueddeutsche