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Dokumentation der Konferenz "Anti-Corruption in Fragile States"

Rückblick auf die internationale Experten-Konferenz des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) in Kooperation mit Transparency Deutschland im November 2019

Berlin, 09.03.2020

Als Follow up zur Münchner Sicherheitskonferenz 2019 organisierten Transparency Deutschland, das BMZ, das Anti-Corruption Resource Center und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit im November 2019 eine Konferenz, an der rund hundert Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland teilnahmen. Sowohl Fachleute als auch politische Entscheidungsträger erkennen zunehmend die grundlegende Rolle, die Korruption in fragilen Kontexten spielt. Das Ignorieren von Korruption als Ursache und Motor von Konflikten und Unsicherheit berge die Gefahr, den Erfolg und die Nachhaltigkeit von Sicherheitsinterventionen zu untergraben.

Dabei wurden insbesondere die Gefahren kurzfristiger Entscheidungen bei der Planung humanitäter Entwicklungsvorhaben angeführt. Nach einem Konflikt können zu hohe und schnelle Invstitionen in eine Volkswirtschaft zu einer Überforderung der Aufnahmekapazitäten und einer Verschlimmerung der Korruption führen. Empfehlungen für Investoren und Geldgeber beinhalteten daher Forderungen nach Nachhaltigkeits- und Transparenzstandards. Zudem müsse die Gestaltung von Programmen von Antikorruptionsverfahren bei der Überwachung und Evaluierung, der Due-Diligence-Prüfung der Partner und der öffentlichen Beschaffung begleitet werden.