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Deutsche Geldwäsche-Aufsicht ist überfordert

München, 04.09.2019

sueddeutsche.de thematisiert fehlendes Personal in der deutschen Geldwäsche-Aufsicht. Im Jahr 2018 seien in den 16 Bundesländern 238 Vollzeitstellen für diese Arbeit vorgesehen gewesen. Kriminelle würden in Deutschland Milliarden mit dem Kauf von Immobilien und Schmuck waschen. So schätze Transparency Deutschland, dass 15 bis 30 Prozent aller kriminellen Vermögen in Immobilien investiert werde. Eine Ursache dafür sei, dass Immobilien hierzulande in bar bezahlt werden dürften. Die dezentrale Organisation der Aufsicht führe dazu, dass Geldwäsche-Aspiranten von Bundesland zu Bundesland weiterziehen könnten, ohne große Gefahr zu laufen, entdeckt zu werden. Außerdem seien im vergangenen Jahr nur 597 Verdachtsmeldungen von Verpflichteten aus dem Nichtfinanzsektor an die für Geldwäscheverdachtsmeldungen zuständige Financial Intelligence Unit (FIU) abgegeben worden. Immobilienmaklerinnen und -makler hätten 31 Fälle gemeldet, Notarinnen und Notare ganze acht Verdachtsmomente.