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Compliance im Sport

Schon wieder ein Fremdwort: Compliance. Was heißt das überhaupt und warum soll sich der Sport jetzt auch noch damit beschäftigen? Teile des Sports reagieren erst mal mit Abwehr oder gar Misstrauen, wenn es um neue Begriffe und Methoden geht. Zwar sind die wirtschaftlichen Aspekte in allen Bereichen des Sports in den vergangenen Jahren immer mehr in den Vordergrund gerückt, doch Verbände, Vereine und selbst die Proficlubs sehen sich in einer Sonderrolle. Sie meinen deshalb vielfach, dass Entwicklungen in der Wirtschaft nichts oder nur wenig mit ihren eigenen Aufgaben zu tun haben.

Dabei heißt Compliance nichts anderes als „Regeltreue“ (ursprünglich aus der Medizin: die ärztlichen Anweisungen befolgen) und greift damit einen wesentlichen Grundsatz des Sports auf. Jede Sportart wird bestimmt von ihrem Regelwerk, nur die Einhaltung der Regeln sichert den geordneten Ablauf von Wettkämpfen sowie Fair Play, den zentralen Wert des Sports. Das Thema Compliance hängt daher eng mit den positiven Wirkungen zusammen, die der Sport für sich in unserer Gesellschaft in Anspruch nimmt.