Pressespiegel nach Themen

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Dienstag, 1. November 2016

Geplantes Versandhandelsverbot für Arzneimittel: Hemmungsloser Apotheken-Lobbyismus

Karlsruhe – Wie börse-online.de (29.10.16) berichtet, will Gesundheitsminister Hermann Gröhe den Versandhandel mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln verbieten und damit das jüngste EuGH-Urteil aushebeln. Ein Vertreter vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung sagt dazu, dass es nicht zeitgemäß sei, im 21. Jahrhundert eine ganze Branche per Gesetz vom Online-Versandhandel ausschließen zu wollen. Sollte die Preisbindung in Deutschland tatsächlich fallen, sei zumindest der galoppierende Preisauftrieb im Gesundheitswesen gedämpft. Dies sei aber nicht im Interesse der Pharma- und Apotheken-Lobby.


29_10_16_boerse-online.de



Dienstag, 25. Oktober 2016

So entlarven Sie jeden Tarnverein

Hamburg – Zeit.de klärt über Unternehmen und Lobbyorganisationen auf, die sich als unabhängige Informationsstellen oder Arbeitskreise für Gesundheitsthemen tarnen, um Informationen in ihrem unternehmerischen Interesse glaubwürdiger erscheinen zu lassen (20.10.16). Manch ein Unternehmen beauftrage für die Informationsverbreitung PR-Firmen, die diese „Foren“, „Arbeitskreise“ und „Initiativen“ betreiben. Um als Privatperson nicht auf die Täuschungen hereinzufallen, gebe es einfache Tricks, auf die man bei der Informationsbeschaffung achten könne. Unter anderem empfehle es sich, die Konzentration einer vermeintlich wissenschaftlichen Fachgesellschaft auf ein einziges Thema kritisch zu sehen. Außerdem solle man auf das Kleingedruckte achten.


20_10_16_zeit.de



Dienstag, 11. Oktober 2016

Chef der größten gesetzlichen Krankenversicherung gibt zu: Kassen und Ärzte machen Patienten auf dem Papier kränker, als sie sind

Frankfurt – Jens Baas, Leiter der Techniker-Krankenkasse, kritisiert in einem Interview für Faz.net am 09.10.2016, dass der Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen manipuliert wird. Es sei ein Wettbewerb darüber entstanden, wer es schaffe, die Ärzte dazu zu bringen, für die Patienten möglichst viele Diagnosen zu dokumentieren. Dann gebe es mehr Geld aus dem Risikostrukturausgleich, der hohe und teure Gesundheitsrisiken unter den einzelnen Kassen ausgleichen solle. Es sei üblich, dass die Kassen zum Beispiel Prämien von zehn Euro je Fall für Ärzte bezahlen, wenn sie den Patienten auf dem Papier kränker machen oder mit Ärztevereinigungen Verträge abschließen, die mehr oder weniger schwerwiegende Diagnosen zum Ziel haben. Für all das haben dem Artikel zufolge die Kassen seit 2014 eine Milliarde Euro ausgegeben. Das Geld fehle für die Behandlung der Patienten. Das Hauptproblem sei für Baas das Fehlen einer einheitlichen Aufsicht durch das Bundesversicherungsamt und die Landesaufsichten.

09_10_2016_faz.net



Mittwoch, 5. Oktober 2016

Beratungsstelle für Ärzte in Sachen Korruption

Saarbrücken – Der Saarländische Rundfunk berichtet (27.09.2016) über eine neue Clearingstelle der Kassenärztlichen Vereinigung und der Ärztekammer des Saarlandes gegen Korruption im Gesundheitswesen. Anlass dafür sei das im Juli in Kraft getretene Gesetz zur Bekämpfung von Bestechlichkeit von niedergelassenen Ärzten. Ein „Behandlungs-Ampel-System“ solle klären, was die Ärzte dürfen und was nicht. Verunsicherung bestehe bei den Ärzten jedoch in Bezug auf „gelbe“ Fälle, bei denen die Clearingstelle im Einzelfall entscheiden müsse, ob es sich um korruptes Verhalten handele. Allerdings ersetze die Clearingstelle keine Fachanwälte und könne auch keine Verträge für die Ärzte abschließen. 

 

27_09_2016_Saarländischer_Rundfunk



Dienstag, 6. September 2016

„Das ist ein korrupter Sumpf“

Frankfurt – Im Interview mit der Frankfurter Rundschau (02.09.16) spricht die Chefermittlerin der Kaufmännischen Krankenkasse, Dina Michels, über die Tricks von Ärzten und Apothekern, sowie den politischen Druck auf Staatsanwaltschaften. Ihrer Meinung nach sei das deutsche Gesundheitswesen korrupt und das Schlimme sei, dass viele dabei noch nicht einmal ein Unrechtsbewusstsein hätten. Auch Staatsanwaltschaften hätten in der Vergangenheit die Brisanz von Fällen häufig nicht erkannt und sich nicht darum gekümmert. Hoffnung auf Besserung habe sie wenig. Es müsse auf die Öffentlichkeit gesetzt werden, die durch Druck einen Mentalitätswechsel auslösen könne.


02_09_16_fr-online.de



Dienstag, 6. September 2016

"Herr Oberstaatsanwalt, gehen sie noch unbekümmert zum Arzt?"

Frankfurt – Oberstaatsanwalt Alexander Badle, Leiter der hessischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Vermögensstraftaten und Korruption im Gesundheitswesen, spricht im Interview mit der Frankfurter Neuen Presse (fnp.de) über die Konsequenzen des Gesetzes zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen (05.09.16). Das Risiko, sich strafbar zu machen, habe sich laut Badle im Gesundheitsbereich deutlich erhöht. Die Pharmaindustrie habe darüber hinaus in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Große Defizite an Problembewusstsein und großen Reformbedarf sehe er bei Krankenhäusern. Der jährliche Schaden durch Korruption im Gesundheitswesen sei nicht verlässlich bezifferbar, Schätzungen bewegten sich zwischen einer und zehn Milliarden Euro.


05_09_16_fnp.de



Dienstag, 16. August 2016

Jeder zehnte Arzt ließ sich für Medikamentenstudien bezahlen

Hamburg – Wie die Zeit berichtet (08.08.16), ergaben Recherchen von NDR, WDR, Süddeutscher Zeitung und dem Recherchebüro Correctiv, dass Pharmaunternehmen im Jahr 2015 Honorare im Millionenwert an insgesamt 17.000 Mediziner und Klinikärzte für die Teilnahme an Medikamenten-studien zahlten. Kritikern zufolge seien die Studien häufig nur als Marketinginstrument der Pharmakonzerne dienlich. Dabei handele es sich zudem um unzulässige Zuwendungen an Ärzte und damit um Korruption. In den Fraktionen der CDU/CSU und der SPD habe man bereits strengere Kontrollen gefordert. Eine Transparenzinitiative der Pharmaindustrie habe mehr Offenheit versprochen, konkrete Honorare für umstrittene Anwendungsbeobachtungen seien davon jedoch bisher ausgenommen.

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Dienstag, 26. Juli 2016

Verhaltenskodex der ABDA tritt in Kraft

Stuttgart – Einen Bericht der Deutschen Apotheker Zeitschrift zufolge (22.07.16), traten kürzlich neue Verhaltensregeln der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Kraft, die am 22. Juli im Internet veröffentlicht wurden. Als Interessenvertretung aller deutschen Apotheker habe die ABDA in besonderem Maße darauf zu achten, dass sie mit ihrem Verhalten die Integrität, Transparenz und Gesetzestreue sicherstelle, die zur Unterstützung der Glaubwürdigkeit und des Vertrauens in den Berufsstand erforderlich seien. Im Zuge der Affäre um den ehemaligen Pressesprecher Thomas Bellartz habe der Dachverband diese Vorgänge kritisch beleuchtet und eine neue Compliance-Struktur geschaffen.

 

16_07_22_deutsche-apotheker-zeitschrift.de



Dienstag, 19. Juli 2016

Veröffentlichungspflicht gefordert - Pharmabranche zahlt 575 Millionen an Ärzte

Düsseldorf – 575 Millionen Euro zahlten die 54 wichtigsten Hersteller den deutschen Ärzten 2015 für Vorträge, Fortbildungen, Sponsoring und Studien, berichtet rp-online.de (15.07.16). Spiegel Online und der Rechercheverbund Correctiv haben diese individuellen Daten zu einer Datenbank zusammengestellt und veröffentlicht. Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank-Ulrich Montgomery, fordere indes, dass die Veröffentlichung der Zuwendungen unabhängig von der Zustimmung des Empfängers erfolgen solle. Die Ärzteschaft befürworte seit langem eine gesetzliche Regelung nach dem Vorbild des „Physicians Payment Sunshine Act“ der USA, so Montgomery. Danach seien alle finanziellen Leistungen und Sachleistungen sowie Name, Adresse, Anbieter, Wert, Datum und Art der Zuwendung offenzulegen.


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Montag, 18. Juli 2016

Korruptionsvorwürfe: LKA beschlagnahmt Unterlagen bei ehemaligem Notarzt-Chef

Duisburg – Radioduisburg.de informiert (29.06.16), dass die Staatsanwaltschaft Razzien bei Duisburgs ehemaligem Chef-Notarzt Frank Marx bestätige. LKA-Beamte hätten seine Wohnung, das Fahrner Krankenhaus und Firmen in ganz Deutschland durchsucht. Papierdokumente und auch Festplatten seien beschlagnahmt worden. Experten werteten die Unterlagen jetzt aus. Die Staatanwaltschaft werfe Marx Korruption vor. Er soll sich unter anderem bei Medikamenten-Geschäften strafbar gemacht haben.

16_06_29_radioduisburg.de



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