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Dienstag, 16. Mai 2017

VW verweigert ausführlichen Bericht zur Diesel-Affäre

Waiblingen – zvw.de zufolge (10.05.17), wird dem VW-Konzern mehr als eineinhalb Jahre nach Bekannt werden des Diesel-Skandals mangelnde Transparenz von seines Anteilseignern vorgeworfen. Der Autobauer lehne einen ausführlichen Bericht zu den Ermittlungskenntnissen der Anwaltskanzlei Jones Day zum Abgasskandal weiter ab. Über eine gemeinsam mit dem US-Justizministerium veröffentlichte Faktensammlung ("Statement of Facts") hinaus werde es keinen gesonderten Bericht geben. Aufsichtsratschef Pötsch habe das Vorgehen mit rechtlichen Risiken begründet. Das Unternehmen stehe in der Verpflichtung, sich "nicht in Widerspruch zu den im "Statement of Facts" angegebenen Fakten" zu äußern.

 

10_05_17_zvw.de



Dienstag, 11. April 2017

Jeder vierte Manager ist bereit zu unethischem Verhalten

München - Laut Süddeutsche Zeitung (05.04.17), die sich auf eine Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young bezog, sind ein Viertel der deutschen Manager bereit, unethisch zu handeln, wenn es die eigene Karriere fördert. Auch sei jedem zweiten Manager bereits unethisches Verhalten aufgefallen, was sieben Prozent für sich behielten, da sie Druck von oben bekommen haben oder loyal zu ihren Kollegen sein wollten. Immerhin würden zwei von fünf der Befragten das Fehlverhalten melden. Dies könne über anonyme Hotlines geschehen, die es bereits in vielen Unternehmen gebe. Jedoch wüssten nur wenige von diesem Meldesystem. 

 

05_04_17_sueddeutsche.de



Dienstag, 4. April 2017

Ab in die Steueroase

Frankfurt – Die Frankfurter Rundschau (27.03.17) berichtet, dass die 20 größten Banken Europas rund ein Viertel ihrer Gewinne in Ländern mit extrem niedrigen Steuersätzen veranlagt haben. Dies habe eine am Montag veröffentlichte Studie der Nichtregierungsorganisation Oxfam ergeben. Die Banken hätten jeden vierten Euro ihres Gewinns in Steueroasen versteuert, dort aber nur zwölf Prozent erwirtschaftet. Dies sei legal. Ein weiterer Vorstoß der EU-Kommission, der internationale Konzerne dazu zwingen solle, Steuerdaten nach Ländern aufgeschlüsselt zu veröffentlichen, würde von einigen Mitgliedsstaaten blockiert werden. Darunter seien Zypern, Deutschland und Luxemburg. 

 

27_03_17_fr.de



Dienstag, 4. April 2017

Transparenzregister gegen Briefkastenfirmen: Bundesrat fordert offenen Zugang zu Daten

Berlin - Laut Netzpolitik.org (31.03.17) fordert der Bundesrat vom Bundestag, dass alle Menschen künftig die wahren Eigentümer von Unternehmen einsehen können sollen.  Nur so sei eine effektive Kontrolle im Kampf gegen Briefkastenfirmen, Geldwäsche und Terrorismus möglich. Das Bundeskabinett habe sich in seinem Gesetzentwurf zur EU-Geldwäsche-Richtlinie noch dafür ausgesprochen, den Zugang zu den Eigentümerinformationen auf Personen mit „berechtigtem Interesse“ zu begrenzen. Nachdem das Justizministerium unter Heiko Maas lange für einen offenen Zugang votiert habe, sei es letztlich unter dem Druck aus dem Finanzministerium und der Lobby der Familienunternehmer eingeknickt. Diese haben angebliche Datenschutzbedenken aufgeführt.


31_03_17_netzpolitik.org



Dienstag, 28. März 2017

Korruption? Durchsuchung bei EWE Cuxhaven

Osnabrück – Wie der Ndr (24.03.17) berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück eine Niederlassung des regionalen Energieversorgers EWE in Cuxhaven durchsucht. Anlass der Untersuchung seien die Korruptionsvorwürfe gegen einen leitenden Mitarbeiter der Tochterfirma EWE Netz. Laut NDR1 Niedersachsen gehe es um den Verdacht, dass dieser Baufirma Aufträge gegen Gefälligkeiten zugeschanzt habe. Der Konzern lehne eine Stellungnahme wegen der laufenden Ermittlungen ab. Die Staatsanwaltschaft prüfe seit mehreren Wochen die Vorwürfe, wonach mehrere Manager Aufträge an Partnerfirmen nur für Gegenleistungen vergeben haben.

 

17_03_27_ndr.de



Dienstag, 21. März 2017

Siemens hält Studie zu Korruption offenbar unter Verschluss

Berlin – Laut der Berliner Morgenpost (17.03.17) hält der Siemens-Konzern seit 2014 einen Bericht zur Aufarbeitung des Korruptionsskandals 2006 unter Verschluss. Um ein Zeichen für mehr Transparenz zu setzen, habe der Konzern selbst die Aufarbeitung bei zwei Historikern in Auftrag gegeben. Jedoch habe Siemens laut der Autoren ohne Angabe von Gründen die Veröffentlichung der Ergebnisse zunächst auf unbestimmte Zeit zurückgestellt und nun bestätigt, dass eine Veröffentlichung nicht mehr geplant sei. Es gäbe Stimmen, die der heutigen Siemens-Spitze unter Joe Kaeser kein Interesse mehr an einer neuerlichen Aufarbeitung des Skandals nachsagen.

 

17_03_17_morgenpost.de



Dienstag, 21. März 2017

Freie Fahrt für Korruption

Frankfurt – Die Frankfurter Rundschau (10.03.17) informiert über das Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz, welches am 9. März 2017 im Bundestag beschlossen worden sei. Mit dem Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz sei festgelegt worden, dass die Herstellung und Lieferung der Substanzen für eine Chemotherapie nicht mehr von den Krankenkassen ausgeschrieben werden dürften. Stattdessen solle es bei der bisher verbreiteten Praxis bleiben, die jedoch hochgradig korruptionsanfällig sei: Zuständige Onkologen bestimmten Apotheken, die spezielle Medikamente für an Krebs erkrankte Personen zusammenstellen. So sei nicht auszuschließen, dass Ärzte gezielt am Umsatz der Apotheker beteiligt waren.

 

10_03_17_fr.de



Dienstag, 21. März 2017

Airbus hat französische und britische Justiz am Hals

Hamburg - Wie manager-magazin.de (17.03.2017) berichtet, weiten sich die Korruptionsermittlungen gegen Airbus aus. Nach den britischen gingen nun auch die französischen Behörden einem Betrugs- und Bestechungsverdacht nach, habe der europäische Flugzeugbauer mitgeteilt. Die französische Finanzstaatsanwaltschaft hätte eine Voruntersuchung eingeleitet und sich den Ermittlungen des britischen Serious Fraud Office (SFO) angeschlossen. Das britische Betrugsdezernat für die Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität hätte seine Ermittlungen im vergangenen August gestartet.

 

17_03_17_manager-magazin.de



Dienstag, 14. März 2017

Verdacht auf Korruption bei der Telekom

Bonn – Laut des General Anzeigers Bonn (09.03.17) besteht Verdacht auf Betrug und Untreue bei der Telekom. So haben sich drei Mitarbeiter des Konzerns für die Vergabe von Aufträgen bezahlen lassen. Dabei handele es sich um Aufträge bezüglich einer Computer-Software. Der Konzern selbst habe die Staatsanwaltschaft informiert, denn es gehe um Betrug zu Lasten der Telekom. Bereits im vergangenen Jahr habe es Ermittlungen gegen einen Telekom-Mitarbeiter gegeben, der für 150.000 Euro firmeninterne Informationen an den chinesischen Telekomzulieferer ZTE weitergegeben habe. Jedoch habe der betroffene Mitarbeiter gestanden und die Ermittlungen seien eingestellt worden.

 

09_03_17_general-anzeiger-bonn.de



Dienstag, 7. März 2017

Keine Hinweise auf Korruption bei U-Boot-Kauf

Düsseldorf – Laut Handelsblatt (28.02.17) hat die Rüstungsfirma Thyssen-Krupp Marine Systems (TKMS) bei internen Untersuchungen wegen des Verdachts der Korruption beim Kauf von U-Booten durch Israel keine Unregelmäßigkeiten feststellen können. Zuvor sei bekannt geworden, dass der israelische Generalstaatsanwalt wegen eines entsprechenden Verdachts ermittle. Laut einem Sprecher von TKMS seien alle Vertragspartner vertraglich verpflichtet, ein Einschalten von Unterauftragnehmern vorab mit TKMS abzustimmen. In diesem Fall sei das nicht geschehen. Nach ersten Medienberichten im November 2016 habe TKMS umgehend eine interne Untersuchung eingeleitet.


28_02_17_handelsblatt.com



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