Pressespiegel nach Themen

Transparency Deutschland ist auf Ihre Hilfe angewiesen. Unterstützen Sie uns durch eine Spende oder einen Förderbeitrag. Mehr

Über Transparency International
Entwicklungszusammenarbeit
EU
Finanzmarkt
Gesundheit
Hinweisgeber
Internationales
Kommunen
Korruptionsforschung und Studien
Korruptionsprävention (Integrity Pact, Code of Conduct)
Medien
Politik
Sonstiges
Sport
Strafverfolgung
Verwaltung
Wirtschaft
Wissenschaft
Zivilgesellschaft



Dienstag, 20. Juni 2017

Nebenwirkungen zugelassener Medikamente bleiben Behörden oft verborgen

Münster – Laut wn.de (07.06.17) geben Ärzte Hinweise auf Nebenwirkungen zugelassener Medikamente zu selten an die zuständige Behörde weiter. Sogenannte „Spontanmeldungen“ gäbe es nur in zehn Prozent der Fälle, habe Angela Spelsberg, Leiterin der Arbeitsgruppe Gesundheitswesen von Transparency Deutschland, kritisiert. In einigen Fällen würden Nebenwirkungen nur an das Pharmaunternehmen weitergegeben. Daten aus Arzneimittelstudien vor und nach der Zulassung dürften nicht länger Betriebs- und Geschäftsgeheimnis sein.

 

07_06_17_wn.de



Mittwoch, 7. Juni 2017

Scheinbehandlung: Alle kassieren mit

Regensburg - Laut mittelbayerische.de (31.05.17) sorgen Korruption und Betrug im Gesundheitswesen für eine Flut von Ermittlungsverfahren. Allein im Bereich des Oberlandesgerichts München habe die Staatsanwaltschaft im vergangenen Jahr 530 neue Verfahren eingeleitet, im Vorjahr seien es knapp 400 gewesen. Beschuldigt seien unter anderem Ärzte, Labore, Pflegedienste, aber auch Apotheken und sogar Patienten, wie die zuständige Oberstaatsanwältin berichtet habe. Es gebe regelrechte Abrechnungsringe, bei denen Patienten bei ihrer Kasse Scheinrechnungen über fiktive Behandlungen einreichten. In der Gesundheitsbranche würden jährlich rund 350 Milliarden Euro umgesetzt. Das sei ein interessanter Markt – auch für schwarze Schafe. 


31_05_17_mittelbayerische.de



Dienstag, 16. Mai 2017

Streit um Chefposten im wichtigsten Gesundheitsgremium

Berlin – Tagesspiegel.de berichtet (15.05.17) über eine geplante Personalentscheidung im Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen. Der GBA entscheide, welche Therapien und Arzneimittel die Versicherungen für die mehr als 70 Millionen Kassenpatienten erstatten. Im kommenden Jahr laufe die sechsjährige Amtszeit der drei unparteiischen Mitglieder im GBA ab. Für Kritik sorge nun, dass die einzige Medizinerin im Gremium durch den ehemaligen FDP-Abgeordneten Lars Lindemann ersetzt werden solle. Dieser habe nach seiner Zeit im Bundestag als Hauptgeschäftsführer eines neu gegründeten Spitzenverbands der Fachärzte fungiert. Gleichzeitig sei er Geschäftsführer der Sankey-Gruppe, die Fachärzten beim Abrechnen helfe. Der medizinische Sachverstand weiche im Endeffekt einem Lobbyisten, so Ärztekammerpräsident Frank Ulrich Montgomery.

 

15_05_17_tagesspiegel.de



Dienstag, 28. Februar 2017

Gesetz gegen Korruption verunsichert Thüringer Ärzte

Erfurt – Wie die Thüringer Allgemeine (20.02.17) mitteilt, zeigt das im Juni 2016 in Kraft getretene Antikorruptionsgesetz zum Gesundheitswesen Wirkung. So seien im vergangenen Jahr 30 Verträge zur Prüfung eingereicht worden. Im Januar 2017 seien es bereits vier gewesen, so viele wie im ganzen Jahr 2015. Durch das Gesetz könne Bestechung und Bestechlichkeit unter Ärzten strafrechtlich verfolgt werden. Mitunter drohe im Falle einer Verurteilung bis zu drei Jahren Haft. Bei der Initiative unbestechlicher Ärztinnen und Ärzte [Mezis] halte man das Antikorruptionsgesetz zwar für einen Fortschritt, kritisiere aber dessen Wirkungslosigkeit. Leider setze das Gesetz zu hohe juristische Hürden. Verfolgt werde nur harte Korruption mit Geld. Der viel größere Graubereich der Vorteilsnahme bleibe straffrei.

 

17_02_20_thueringer_allgemeine.de



Dienstag, 24. Januar 2017

Wie korrupt sind Ärzte?

Leipzig – Der MDR befasst sich in einem am 20.01.2017 erschienenen Artikel mit der Frage, wo die Grenze zwischen Korruption und Empfehlung bei Ärzten liegt. Laut Hendrik Schneider, Professor für Strafrecht an der Uniklinik Leipzig, sei das Gesundheitssystem anfällig für Korruption. Oftmals bestimme der Arzt oder die Ärztin durch eine Empfehlung an den Patienten die Versorgungsmöglichkeiten. Es bestehe hierbei die Gefahr, dass die Begünstigten und die verschreibenden Ärzte sich absprechen. Um dem entgegenzuwirken, habe die Beauftragte für Compliance der Uniklinik Leipzig einen Verhaltenskodex eingeführt. Nur ein Gesetz zur Anti-Korruption im Gesundheitswesen vorzulegen reiche nicht aus, man müsse die Mitarbeiter genau darüber informieren welches Verhalten angemessen sei. Dazu gehöre auch Aufklärung darüber, was genau eine Vorteilszuwendung sei.


17_01_20_mdr.de



Dienstag, 3. Januar 2017

Bestechung im Gesundheitswesen - Beispiel BGU: Frankfurter Staatsanwälte decken jährlich Schäden in Millionenhöhe auf

Frankfurt – Die Frankfurter Neuesten Nachrichten berichten auf ihren Internetseiten (20.12.2016), dass im Jahr 2016 143 Verfahren bei der Hessischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen anhängig wurden. Durch die Ermittlungen wurden rund 3,5 Millionen Euro unrechtmäßiger Gewinne abgeschöpft. Dies sei jedoch nur die Spitze des Eisbergs, die Dunkelziffer sei groß, so der Leiter der Zentralstelle. In der Vergangenheit sei es nicht immer möglich gewesen, den Schuldigen das Handwerk zu legen. Seit Juni 2016 sei nun das neue Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen in Kraft. Dies habe das Risiko, sich strafbar zu machen, deutlich erhöht.


20_12_2016_fnp.de



Dienstag, 20. Dezember 2016

Dilek Kolat will gegen Korruption vorgehen

Berlin – Tagesspiegel.de zufolge (13.12.16) will die neue Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) intensiv gegen Kriminalität im Gesundheitswesen vorgehen. Dass pro Jahr eine Milliarde Euro durch Betrug und Untreue im Berliner Gesundheitswesen versickere, sei ein Betrug an allen, die ehrlich ihre Beiträge entrichteten, so Kolat. Der Senat werde daher alle Möglichkeiten nutzen, um gegen Betrüger vorzugehen. Dennoch dürfe die Branche nicht unter Generalverdacht gestellt werden.


13_12_2016_tagesspiegel.de



Dienstag, 1. November 2016

Geplantes Versandhandelsverbot für Arzneimittel: Hemmungsloser Apotheken-Lobbyismus

Karlsruhe – Wie börse-online.de (29.10.16) berichtet, will Gesundheitsminister Hermann Gröhe den Versandhandel mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln verbieten und damit das jüngste EuGH-Urteil aushebeln. Ein Vertreter vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung sagt dazu, dass es nicht zeitgemäß sei, im 21. Jahrhundert eine ganze Branche per Gesetz vom Online-Versandhandel ausschließen zu wollen. Sollte die Preisbindung in Deutschland tatsächlich fallen, sei zumindest der galoppierende Preisauftrieb im Gesundheitswesen gedämpft. Dies sei aber nicht im Interesse der Pharma- und Apotheken-Lobby.


29_10_16_boerse-online.de



Dienstag, 25. Oktober 2016

So entlarven Sie jeden Tarnverein

Hamburg – Zeit.de klärt über Unternehmen und Lobbyorganisationen auf, die sich als unabhängige Informationsstellen oder Arbeitskreise für Gesundheitsthemen tarnen, um Informationen in ihrem unternehmerischen Interesse glaubwürdiger erscheinen zu lassen (20.10.16). Manch ein Unternehmen beauftrage für die Informationsverbreitung PR-Firmen, die diese „Foren“, „Arbeitskreise“ und „Initiativen“ betreiben. Um als Privatperson nicht auf die Täuschungen hereinzufallen, gebe es einfache Tricks, auf die man bei der Informationsbeschaffung achten könne. Unter anderem empfehle es sich, die Konzentration einer vermeintlich wissenschaftlichen Fachgesellschaft auf ein einziges Thema kritisch zu sehen. Außerdem solle man auf das Kleingedruckte achten.


20_10_16_zeit.de



Dienstag, 11. Oktober 2016

Chef der größten gesetzlichen Krankenversicherung gibt zu: Kassen und Ärzte machen Patienten auf dem Papier kränker, als sie sind

Frankfurt – Jens Baas, Leiter der Techniker-Krankenkasse, kritisiert in einem Interview für Faz.net am 09.10.2016, dass der Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen manipuliert wird. Es sei ein Wettbewerb darüber entstanden, wer es schaffe, die Ärzte dazu zu bringen, für die Patienten möglichst viele Diagnosen zu dokumentieren. Dann gebe es mehr Geld aus dem Risikostrukturausgleich, der hohe und teure Gesundheitsrisiken unter den einzelnen Kassen ausgleichen solle. Es sei üblich, dass die Kassen zum Beispiel Prämien von zehn Euro je Fall für Ärzte bezahlen, wenn sie den Patienten auf dem Papier kränker machen oder mit Ärztevereinigungen Verträge abschließen, die mehr oder weniger schwerwiegende Diagnosen zum Ziel haben. Für all das haben dem Artikel zufolge die Kassen seit 2014 eine Milliarde Euro ausgegeben. Das Geld fehle für die Behandlung der Patienten. Das Hauptproblem sei für Baas das Fehlen einer einheitlichen Aufsicht durch das Bundesversicherungsamt und die Landesaufsichten.

09_10_2016_faz.net



Treffer 1 bis 10 von 711
<< Erste < Vorherige 1-10 11-20 21-30 31-40 41-50 51-60 61-70 Nächste > Letzte >>

Was ist Korruption?

Was macht Transparency Deutschland dagegen?

Initiative Transparente Zivilgesellschaft