Aktuelles
MeldungGesundheitswesen

Transparenz von Forschungsergebnissen

Berlin, 04.12.2018

© Louis Reed/ Unsplash

Laut einer aktuellen Untersuchung veröffentlichen Krankenhäuser und Unikliniken nur die Ergebnisse jeder zweiten durchgeführten klinischen Studie in Deutschland. Dazu Wolfgang Wodarg, Vorstandsmitglied von Transparency Deutschland: „Wir fordern den Bundesrechnungshof auf, sich dieser Verschwendung von Forschungsgeldern anzunehmen. Die Fraktionen des Bundestages müssen eine Regelung treffen, welche die Zahlung von Forschungsmitteln mit einer Veröffentlichungspflicht verbindet. Auch nicht gelungene oder abgebrochene Studien führen zu wichtigen Erkenntnissen und müssen mit allen Details veröffentlicht werden.“

Die Weltgesundheitsorganisation WHO fordert dazu auf, alle Studien bei denen Menschen Forschungsobjekte sind, innerhalb von zwei Jahren zu veröffentlichen. Allerdings wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG lediglich empfohlen, zeitnah Forschungsergebnisse für Dritte zugänglich zu machen. Das Quest Center des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung (BIH), welches die Untersuchung zur Veröffentlichung der Studienergebnisse durchgeführt hat, nennt als weiteren Grund für die Nichtveröffentlichung den Zeitmangel von klinisch tätigen Ärztinnen und Ärzten.

Hintergrund

Die Problematik unveröffentlichter Studien gibt es schon sehr lange. In der Studie des Quest Center wurde jedoch erstmals detailliert aufgeschlüsselt, inwieweit Universitätskliniken mit Exzellenzinitiative Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich machen. Über die Studie berichtete der Tagesspiegel (Link).

Schlagwörter