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Transparency Deutschland erschüttert über Mord an Viktoria Marinova

Berlin, 08.10.2018

© Zoran Kokanovic / Unsplash

Transparency Deutschland verurteilt den Mord an der bulgarischen Journalistin Viktoria Marinova und drückt der Familie des Mordopfers tiefes Mitgefühl aus. Laut Medienberichten hat Viktoria Marinova im Rahmen ihrer Sendung im Fernsehsender TVN zuletzt zum Thema Korruption gearbeitet. Konkret ging es um den Missbrauch von EU-Fördergeldern im Zusammenhang mit staatlichen Infrastrukturprojekten.

Ulrike Fröhling, Leiterin der Arbeitsgruppe Transparenz in den Medien von Transparency Deutschland:

„Viktoria Marinova ist nach der Malteserin Daphne Caruana Galizia und dem Slowaken Ján Kuciak bereits das dritte Mordopfer in der EU innerhalb eines Jahres, das kritisch über Korruption berichtet hat. Das ist alarmierend – Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten, die Missstände und den Missbrauch anvertrauter Macht aufdecken, ist ein Angriff auf unsere demokratischen Gesellschaften. Wirksame Korruptionsbekämpfung braucht starke und unabhängige Medien.“

Bulgarien belegt im aktuellen Korruptionswahrnehmungsindex CPI den 71. Rang weltweit. In der Rangliste der Pressefreiheit 2018 von Reporter ohne Grenzen steht Bulgarien derzeit sogar nur auf Platz 111, die schlechteste Platzierung eines EU-Mitgliedsstaats.

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