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Tour de France: Kritik an Teilnahme eines bahrainischen Teams

Berlin, 28.06.2019

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Anlässlich der anstehenden Tour de France 2019 haben sich Transparency Deutschland und zehn weitere Unterzeichnerorganisationen in einem offenen Brief an den Präsidenten der Union Cycliste Internationale (UCI) David Lappartient gewendet. Die unterzeichnenden Organisationen kritisieren die Teilnahme des Bahrain-Merida Radsport-Teams, dessen Miteigentümer die Bahrainische Regierung ist. Bahrain ist dafür bekannt, renommierte Sportveranstaltungen zu nutzen, um von der erschreckenden Menschenrechtslage im Land abzulenken. Im Fall der Tour de France sind die Organisationen daher besorgt, dass diese ebenfalls für solche Zwecke benutzt wird. Als weltweiter Dachverband für Radsport trage die UCI die Verantwortung dafür, dass Teilnehmende im Einklang mit ihren Werten stehen.

Die Unterzeichnerorganisationen fordern die UCI auf, den Bericht der Ethikkommission über das Bahrain-Merida Team offenzulegen, auf welchen bei der Veröffentlichung der teilnehmenden Teams 2019 verwiesen wurde. Zudem wird die UCI angehalten, die Bedenken bezüglich der Menschenrechtslage in Bahrain, die in dem Brief geäußert werden, bei der Vergabe der Lizenz an das Bahrain-Merida Team für die Saison 2020 zu berücksichtigen. Dies beinhalte auch eine Risikobewertung der potenziellen Bedrohungen für Demonstrantinnen und Demonstranten sowie Kritikerinnen und Kritiker.

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