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Schmiergeld fürs Saddam-Regime?

17.02.2006

Bochum – Die Bochumer Staatsanwaltschaft ermittle wegen des Vorwurfs illegaler Schmiergeldzahlungen für Exportgeschäfte mit dem irakischen Regime von Saddam Hussein gegen die Wittener Ruhrpumpen GmbH, meldet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Ende Oktober 2005 hatte die Volcker-Kommission eine Liste mit 63 deutschen Unternehmen veröffentlicht, die im Zusammenhang mit dem Oil-for-food-Programm der UN für Aufträge illegale Zusatzzahlungen geleistet hätten, darunter auch die Ruhrpumpen AG. Der Wittener Hersteller von Ölpumpen soll laut Volcker-Report 440.000 Dollar Schmiergelder gezahlt haben. Das Unternehmen zeige sich kooperativ und habe sämtliche Unterlagen zur Verfügung gestellt. Geprüft werde, ob ein Verstoß gegen Paragraf 34 des Außenwirtschaftsgesetzes, der das von den Vereinten Nationen verhängte Embargo schützt, vorliege.

06-02-16_Westdeutsche Allgemeine