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Scheinwerfer 85 | Globaler Handel und Menschenrechte

Berlin, 13.12.2019

„Globaler Handel erfordert globale Verantwortung“ – das ist der Titel des Einführungsbeitrags des 85. Scheinwerfer. Die letzten Jahre haben gezeigt: Ohne rechtliche Verankerung bleibt internationale Verantwortung in globalen Wirtschaftsbeziehungen oft leider nur ein Lippenbekenntnis.

Am 11. Dezember 2019 haben die Bundesminister Hubertus Heil und Gerd Müller erst verkündet, dass bisher nur 20 Prozent der deutschen Unternehmen mit über 500 Angestellten menschenrechtliche Mindeststandards in Lieferketten erfüllen. Die Angaben beruhen auf Selbstauskünften der Unternehmen im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte.

Das verdeutlicht aus Sicht von Transparency Deutschland die Erfordernis eines Lieferkettengesetzes, das zur Einhaltung globaler Sozial- und Umweltstandards verpflichtet. Dazu gehört auch verpflichtende Korruptionsprävention und -bekämpfung, da Korruption in vielen Fällen zur Verletzung von Menschenrechten führt. Das betonen auch Expertinnen und Experten wie Christa Dürr (Transparency Deutschland), Christin Becker (Oxfam) und Michael Windfuhr (Deutsches Institut für Menschenrechte) in der vorliegenden Scheinwerferausgabe.

Der aktuelle Scheinwerfer ist die letzte Ausgabe, die von der langjährigen leitenden Redakteurin Heike Mayer betreut wurde. Nach zwölf Jahren, in denen sie das Magazin geprägt und stets weiterentwickelt hat, widmet sich Heike Mayer ab dem kommenden Jahr neuen Aufgaben. Die Scheinwerfer-Redaktion ist ihr äußerst dankbar für das Engagement und die tolle Arbeit in den zurückliegenden Jahren und wünscht ihr für die Zukunft alles Gute!

Printexemplare können per E-Mail an office@transparency.de kostenlos bestellt werden.