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Sachsensumpf-Affäre, die zweite; Ein neuer Untersuchungsausschuss befasst sich mit den bis heute ungeklärten Korruptionsfällen in Leipzig

27.05.2010

Dresden- Die Süddeutsche Zeitung berichtet, ein neuer Untersuchungsausschuss des Dresdner Landtages solle die Umstände beim Verkauf eines Hauses in Leipzig untersuchen, das im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre „Sachsensumpf“ stehen soll. Die Arbeit des früheren Ausschusses habe die Landesregierung massiv behindert und einen Bericht des Landesrechnungshofs unter Verschluss gehalten, nach dem beim Verkauf und der Sanierung eines Hauses in Leipzig etwa eine Million Euro zuviel an Fördermitteln geflossen seien. Profitiert haben soll vor allem die Ehefrau eines ehemaligen Richters, der in den 1990er Jahren einen Prozess zu einem Minderjährigen-Bordell geführt habe, in dem Zuhälter und Freier „glimpflich“ davon gekommen seien. Einige von ihnen seien in den Immobilienskandal verwickelt gewesen. Überdies sollen Mitarbeiter der Justiz das Bordell besucht haben.

Kein Link, da Printausgabe vom 22. Mai 2010, S. 8.