Aktuelles
MeldungWirtschaft

Neue Studie von TI-EU zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten

21.05.2021

© Verne Ho / Unsplash

Im Auftrag von im Transparency International EU und Global Witness erschien im April 2021 die Studie “Korruptionsbekämpfung als Teil der Sorgfaltspflicht in der EU-Gesetzgebung” von Olivier De Schutter .

Die Studie weist auf die enge Verbindung zwischen Korruptionsbekämpfung und Menschenrechtsschutz, die von Unternehmensaktivitäten beeinflusst werden können, hin. Ziel sollte die Angleichung der Sorgfaltspflicht in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten bezüglich Korruptionsbekämpfung sein. In der EU tätige Unternehmen sollen dabei Antikorruptionsmaßnahmen als Teil der unternehmerischen Sorgfaltspflicht für Menschenrechte und Umwelt (HREDD) aufnehmen. Für eine effektive Korruptionsbekämpfung müssten zusätzlich zu der Sorgfaltspflicht zur Korruptionsprävention verwaltungsrechtliche, zivilrechtliche und strafrechtliche Sanktionen verhängt werden. Die Angleichung der Sorgfaltspflicht der EU-Mitgliedsstaaten sei kein Ersatz für unternehmerische Haftung. Eine strengere Sorgfaltspflicht zur Korruptionsprävention sei als Teil der Gesamtbemühungen im Kampf gegen Korruption in der EU zu verstehen.