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Julian Assange: Auslieferung wäre verheerendes Signal

Berlin, 02.10.2020

© Warren Wong / Unsplash

Die Beweisaufnahme im Auslieferungsverfahren gegen Julian Assange ist beendet, die Entscheidung des Gerichts soll am 4. Januar 2021 bekanntgegeben werden. Angesichts des Verfahrens erklärt Ulrike Fröhling, Expertin für Transparenz in den Medien von Transparency Deutschland:

„Eine Auslieferung von Julian Assange wäre ein verheerendes Signal für den investigativen Journalismus und die Pressefreiheit. Denn wenn Journalisten aus Angst vor Strafverfolgung nicht frei arbeiten können, wird die Aufdeckung von Korruption und Machtmissbrauch in Politik und Wirtschaft behindert. Außenminister Heiko Maas sollte die britische Regierung zu einer Freilassung Assanges drängen. Zu seiner Zeit als Bundesjustizminister hat Heiko Maas eine Gesetzesreform angekündigt, damit Journalisten nicht mehr wegen Beihilfe zum Landesverrat bestraft werden können. Dieser Ankündigung müssen endlich Taten folgen, denn die Berichterstattung freier und unabhängiger Medien darf auch in Deutschland nicht länger mit Haftstrafen bedroht werden.“

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