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In eigener Sache: Unabhängiges Gremium legt Gutachten zu Äußerungen von Wolfgang Wodarg vor

Berlin, 09.05.2020

Am 25. März 2020 hat der Vorstand von Transparency Deutschland ein unabhängiges Gremium beauftragt, zu untersuchen, ob Wolfgang Wodarg mit seinen Äußerungen zum Corona-Virus auf zum Teil antidemokratischen und verschwörungstheoretischen Plattformen die Interessen des Vereins verletzt hat. Während dieser Arbeit ruhte seine Vereinsmitgliedschaft gemäß § 6 der Satzung vorläufig.

Das dreiköpfige Gremium, bestehend aus Prof. Dr. Dr. h.c. Gertrude Lübbe-Wolff, ehemalige Richterin am Bundesverfassungsgericht, Prof. Dr. Beate Küpper, Professorin für Soziale Arbeit in Gruppen‐ und Konfliktsituationen an der Hochschule Niederrhein, und Peter Conze, Gründungsmitglied von Transparency International, hat Anfang April seine Arbeit aufgenommen und nun einen Bericht vorgelegt.

Das Gremium kommt zu dem Ergebnis, dass das von Wolfgang Wodarg an den Tag gelegte Verhalten geeignet war und ist, den Ruf von Transparency Deutschland gravierend zu schädigen. Das Verhalten von Wolfgang Wodarg könne einen Vereinsausschluss rechtfertigen. Gleichzeitig sei – entgegen dem Wortlaut der Satzung – das Ruhen der Mitgliedschaft von Wolfgang Wodarg durch einen Vorstandsbeschluss aufgrund der aktuellen Rechtsprechung rechtlich fraglich. Das Gremium empfiehlt dem Vorstand, der Mitgliederversammlung eine Abberufung Wolfgang Wodargs aus dem Vorstand vorzuschlagen.

Der Vorstand hat dementsprechend beschlossen, das Ruhenlassen der Mitgliedschaft von Wolfgang Wodarg aufheben und der Mitgliederversammlung die Abberufung von Wolfgang Wodarg aus dem Vorstand und als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Gesundheit vorzuschlagen.

Dazu Hartmut Bäumer, Vorsitzender von Transparency Deutschland:

„Wir begrüßen, dass der Bericht die Entscheidung des Vorstands politisch-inhaltlich unterstützt und danken dem Gremium für die sorgfältige Begutachtung. Gleichzeitig respektieren wir die juristische Empfehlung und werden unsere Satzung mit Blick auf die aktuelle Rechtsprechung prüfen. Der Vorstand sieht die Grundlage einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Wolfgang Wodarg allerdings nicht mehr gegeben.“

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Die Meldung wurde erstellt von am 09.05.2020.