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Gemeinsame Position von Transparency Deutschland und Transparency Frankreich zur FATF-Prüfung

29.04.2021

© Lena Balk / Unsplash

Anlässlich der Prüfung der Financial Action Task Force (FATF) von Frankreich und Deutschland nehmen Transparency Frankreich und Transparency Deutschland gemeinsam Stellung.

Frankreich und Deutschland bilden einen sicheren Hafen für illegale Geldströme aus Korruption und anderen Verbrechen. Dadurch entstehen beträchtliche Schäden auf globaler Ebene in den Bereichen politischer Integrität, Sicherheit, Gerechtigkeit und Umwelt. Da es sich um hierbei um transnationale Schattenwirtschaft handelt, ist die Prüfung durch das FATF nicht nur als nationale, sondern als internationale Herausforderung zu verstehen. Bisher werden illegale Geldströme in Deutschland und Frankreich nicht effektiv bekämpft. Transparency Frankreich und Transparency Deutschland fordern daher wichtige Veränderungen in beiden Ländern.

Dementsprechend soll zum Beispiel ein freier Zugriff auf vereinheitlichte Beneficial Ownership-Register geschaffen werden, damit die Zivilbevölkerung in der Lage ist, eigenständig zum Geldwäscherisiko recherchieren kann. Zusätzlich wird geraten, dass die beiden Länder in Übereinstimmung mit FATF-Empfehlungen auch solche Geldwäschesysteme untersuchen und verfolgen sollen, bei denen die Straftat in einem anderen Land begangen wurde. Frankreich und Deutschland sollen sicherstellen, dass auch alle Vermittler die anti-Geldwäsche Verpflichtungen erfüllen und Nichterfüllung entsprechend verfolgt und sanktioniert wird.