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Erstaunlicher Entlastungszeuge

08.10.2009

München- sueddeutsche.de berichtet, Pierer und die anderen Ex-Vorstände, von denen Siemens Millionenbeträge fordere, werden womöglich einen prominenten Zeugen benennen, um zu belegen, dass eigentlich gar kein Schaden entstanden sei. Dies könne Michael Diekmann sein, der Vorstandsvorsitzende der Allianz und gleichzeitiges Aufsichtsratmitglied von Siemens. Siemens habe vor Jahren für die Vorstände eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Ein Assekuranz-Konsortium unter Führung der Allianz solle danach für Schäden bis zu einer Höhe von 250 Millionen Euro aufkommen. Die Allianz und deren Partner sollen nach langem Feilschen jetzt aber nur hundert Millionen Euro zahlen. Begründung: Die Profite beim Bau von Kraftwerken und bei anderen Projekten, die der Industriekonzern mit Hilfe von Schmiergeld weltweit akquiriert habe, sollen höher ausgefallen sein als die späteren Strafen und sonstigen Folgekosten der Affäre, so die für die Allianz tätige Kölner Kanzlei.

09_10_05_sueddeutsche.de