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Diskussion "Good Governance im Sport – Warum Transparenz und Fairplay im Verein/Verband?"

Eine Veranstaltung des Hamburger Sportbunds in Kooperation mit Transparency Deutschland

Datum: 23.09.2019 18:00 Uhr
Ort: Haus des Sports, Schäferkampsallee 1, 20357 Hamburg

Der internationale Sport gerät wegen Doping, fehlender Transparenz und Interessenverquickungen bis hin zur Korruption immer wieder in die Kritik. Aber auch Vereine und Verbände an der Basis des deutschen Sports stehen vor veränderten Erwartungen: Mitglieder fordern mehr Informationen über Entscheidungen und wollen eingebunden werden, Sponsoren fragen nach der Führungskultur, öffentliche Fördergelder werden an Maßnahmen zur Prävention geknüpft.

Was es mit Good Governance im Sport auf sich hat, wie Vereine ihre Mitglieder sowie ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter/innen vor Risiken schützen und ein Konzept umsetzen können, war Inhalt der Veranstaltung am 23. September 2019. Über 30 Teilnehmer waren gekommen, um sich hierüber zu informieren und zu diskutieren. Nach den Begrüßungen durch Bernard Kössler, Vorstand Hamburger Sportbund, und Ulrike Fröhling, Leiterin der Regionalgruppe Hamburg/Schleswig Holstein von Transparency, wies Staatsrat Holstein von der Behörde für Inneres und Sport auf die Bedeutung der Sportvereine in unserer Gesellschaft hin. Dabei ging er auch konkret auf Gefährdungen ein und betonte die Wichtigkeit von Präventions-Programmen. 

Sylvia Schenk, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport von Transparency Deutschland, gab einen Überblick über Hintergründe, Entwicklung und die wesentlichen Inhalte von Good Governance mit konkreten Beispielen. In ihrer Grundsatzpräsentation wurde deutlich, dass sich die Vereine mit vielen Fragen dazu bereits beschäftigen. Friedrich Heintzemann, Vorstandsmitglied des KSV Baunatal, einem Mehrspartenverein mit rund 7.000 Mitgliedern, berichtete anschließend ausführlich über die Einführung eines Compliance Managements in seinem Verein. Der Prozess habe über längere Zeit stattgefunden, unterstützt auch von Sylvia Schenk. Heintzemann sprach offen die Hürden und Probleme bei der Implementierung an, betonte aber den Mehrwert, den dieses Projekt dem Verein verschafft habe: Das Ziel, das Image des Vereins und das Vertrauen in die Vereinsführung zu steigern, sei durch die klaren, veröffentlichten Regeln erreicht worden. 

Die intensive Diskussion zeigte, dass die anwesenden Vereine sehr offen waren für das Thema.  Bei den Fragen ging es hauptsächlich um das "Wie", besonders auch um eventuelle Probleme für kleinere Vereine. Ulrike Fröhling griff die konkreten Fragen auf und sicherte Unterstützung und Hilfe von Transparency Deutschland zu. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass diese Veranstaltung ein erster Schritt war zu "Good Governance in Hamburger Sportvereinen", dem jetzt weitere folgen müssen.

Die Meldung wurde erstellt von Regionalgruppe Hamburg/Schleswig-Holstein am 23.09.2019.