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»Das war nicht zwingend unüblich«

01.03.2006

Berlin – Der Skandal um die Berliner Bankgesellschaft werde derzeit vor dem Kriminalgericht in Berlin-Moabit verhandelt, berichtet Die Zeit. Es solle untersucht werden, ob die wegen Untreue angeklagten ehemaligen Manager der Berliner Hypothekenbank der Immobilienfirma Aubis 235 Millionen Euro weitgehend ungesicherte Kredite gewährt haben. Diese Kredite hätten der Landesbank und somit letztlich dem Steuerzahler einen Schaden von mehr als 75 Millionen Euro zugefügt. Aus der Berliner Hypothekenbank und zwei weiteren Regionalbanken war 1994 die Berliner Bankgesellschaft hervorgegangen, die teils privat, teils öffentlich-rechtlich geführt wurde. Beide großen politischen Lager bestellten die Aufsichtsräte der Bankgesellschaft, womit das Land Berlin Mehrheitsgesellschafter und einziger Risikoträger war. Angeklagt sei u.a. eine Schlüsselfigur des Skandals, Klaus Rüdiger Landowsky, langjähriger CDU-Fraktionsvorsitzender und ehemaliger Chef der kreditgebenden Berlin Hypothekenbank, der 2001 von den zwei Aubis-Managern eine nicht korrekt verbuchte Partei-Spende über 40.000 DM erhalten haben soll.

06-02-28_DieZeit