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BMAS-Studie bestätigt Risiken in Wertschöpfungsketten der deutschen Wirtschaft

Berlin, 21.10.2020

Transparency Deutschland begrüßt in einer gemeinsam mit Corporate Accountability (CorA), Forum Menschenrechte und VENRO veröffentlichten Stellungnahme eine Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), die einen Überblick dazu verschafft, welche deutschen Branchen besondere menschenrechtliche Risiken bergen und gleichzeitig aus menschenrechtlicher und volkswirtschaftlicher Sicht einen besonders guten Hebel zur Verbesserung der Bedingungen entlang von Liefer- und Wertschöpfungsketten bieten.

Der im August 2020 veröffentlichte Forschungsbericht "Die Achtung von Menschenrechten entlang globaler Wertschöpfungsketten - Risiken und Chancen für Branchen der deutschen Wirtschaft" soll Basis für die im Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) vorgesehenen Branchendialoge sein. 

Insgesamt zeigt die Studie deutlich, dass bestehende Branchenaktivitäten nicht ausreichen, damit Unternehmen ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachkommen. Daher müssten diese erweitert werden, um die Kernelemente international anerkannter Standards wie der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen abzubilden, die Risiken für Menschenrechte, Umwelt und Korruption einbeziehen.