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GesundheitswesenHinweisgeberschutz

Betrug, Korruption und Mängel in Medizin und Pflege: Sind Hinweisgeber*innen in Deutschland hinreichend geschützt?

Datum: 14.12.2021 19:00 Uhr
Ort: DIGITAL über ZOOM

In fast allen Bereichen des Gesundheitswesens und der Pflege kommt es immer wieder zu Fällen von Betrug, Bestechung oder Verschleierung. Transparency International Deutschland e.V. veranstaltet eine Podiumsdiskussion, um darüber zu sprechen, ob und wie diejenigen geschützt sind, die solche Missstände in Medizin und Pflege öffentlich machen. Hierzu berichten Expert*innen von ihren beruflichen Erfahrungen aus Sicht von Behörde, Forschung, Krankenhaus und Staatsanwaltschaft. Wir wollen gemeinsam diskutieren, was geschehen muss, damit mehr Menschen sich trauen, auf illegale Zustände hinzuweisen und wie diese „Whistleblower“ zukünftig geschützt und abgesichert werden sollten.

Betrug, Fälschungen oder Korruption bei der Versorgung von Patient*innen und Pflegebedürftigen oder bei Medikamentenstudien können verheerende Folgen haben: für die Gesundheit und das Leben von Menschen, aber auch für die Ausgaben von Staat, Versicherungen und Bevölkerung. Außerdem können sie das Vertrauen in unser Gesundheitssystem nachhaltig schädigen. Deshalb liegt es im öffentlichen Interesse, dass solche Fälle gemeldet werden. Seit Oktober 2021 gibt es für Bayern eine Internetplattform, auf der anonym auf Betrug und Korruption im Gesundheitswesen hingewiesen werden kann. Außerdem läuft Mitte Dezember die Frist ab, bis zu der Deutschland die EU-Richtlinie zum Hinweisgeberschutz in nationales Recht umsetzen muss.

Welche Möglichkeiten bestehen bereits jetzt, auf Missstände hinzuweisen? Welchen Schutz erhalten Whistleblower bereits heute? Was ändert sich, wenn die EU-Richtlinie umgesetzt wird? Und kann das bayrische Meldeportal für andere Bundesländer als Vorbild dienen?

Diese und weitere Fragen werden unsere Gäste am 14. Dezember 2021 um 19 Uhr auf dem digitalen Podium mit Ihnen diskutieren. Podiumsteilnehmer*innen sind:

  • Prof. Dr. Ralf Kölbel, Professor für Strafrecht und Kriminologie, Ludwig-Maximilians-Universität München, Experte für Whistleblowing und Delinquenz im Gesundheitssystem
  • Dorothea Röhl, ehem. Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Lübeck, Abteilung Wirtschaftskriminalität. Dezernentin für „Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen“ für Schleswig-Holstein
  • Dominik Schirmer, AOK Bayern, Beauftragter zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen
  • Jörg Schlecht, Abteilungsleiter Revision Regionale Kliniken Holding RKH GmbH, Ludwigsburg (korporatives Mitglied von Transparency)

Anmeldung

Bei Interesse melden Sie sich bitte hier an. Die Einwahldaten erhalten Sie rechtzeitig vor der Veranstaltung.