Richtlinien für die Geschäftsstelle von Transparency International Deutschland e.V.

Beschlossen durch den Vorstand am 15.06.2012 in Frankfurt a.M.

 

Diese Richtlinien gelten für alle Beschäftigten von Transparency International Deutschland e.V. einschließlich Praktikantinnen und Praktikanten sowie befristete Beschäftigte und über Projektmittel bezahlte Angestellte.

 

1. Geschenke und sonstige Zuwendungen

Geschenke und sonstige Zuwendungen dürfen nur im vorgegebenen Rahmen in transparenter Weise angenommen oder gewährt werden.

Im Einzelnen gilt:

a) Den Beschäftigten ist es untersagt, Geschenke oder sonstige persönliche Zuwendungen von Dritten sowie Mitgliedern von Transparency Deutschland zu fordern oder anzunehmen, wenn der Wert der Zuwendung € 35,00 übersteigt. Jeder Versuch einer solchen Zuwendung  ist dem/der Geschäftsführer/in bzw. von diesem dem/der Vorsitzenden anzuzeigen.

b) Alle Geschenke, die Beschäftigte von Transparency Deutschland im Rahmen ihrer Tätigkeit erhalten, sind in der Geschäftsstelle abzuliefern und werden in eine Geschenkeliste eingetragen. Sie werden unter den Beschäftigten, den Mitgliedern des Führungskreises und weiteren Mitgliedern verlost oder auf andere Weise dem Verein oder anderen gemeinnützigen Organisationen zugeführt. Dies gilt nicht bei verderblichen Waren - diese sollen in der Geschäftsstelle gemeinsam verzehrt oder sonst adäquat behandelt werden.

c) Als Zuwendung gilt auch die Gewährung von Rabatten oder anderen Vergünstigungen, soweit diese ersichtlich im Hinblick auf die oder im Zusammenhang mit der Beschäftigung bei Transparency Deutschland gewährt werden.

d) Wenn Beschäftigte von Lieferanten, Dienstleistern, sonstigen Geschäftspartnern oder Mitgliedern von Transparency Deutschland Waren oder Dienstleistungen für private Zwecke beziehen, so ist der marktübliche Preis zu bezahlen und dies entsprechend zu dokumentieren.

e) In Zweifelsfragen entscheidet der/die Geschäftsführer/in; soweit die Entscheidung den/die Geschäftsführer/in betrifft, entscheidet der/die Vorsitzende.

 

2. Einladungen

Einladungen dürfen nur im vorgegebenen Rahmen in transparenter Weise angenommen oder gewährt werden.

Im Einzelnen gilt:

a) Die Beschäftigten dürfen Einladungen von Dritten oder von Mitgliedern zum Essen oder zu Veranstaltungen nur annehmen, wenn dies einem berechtigten dienstlichen Zweck dient und die Einladung freiwillig erfolgt.

b) Einladungen jeglicher Art müssen angemessen sein und im Rahmen der üblichen Zusammenarbeit stattfinden (z.B. Essen und Getränke während einer Sitzung oder eines Seminars, ein Empfang im Anschluss an eine Veranstaltung). Entscheidend ist stets, dass die Einladung einem dienstlichen Zweck dient und der Eindruck einer unzulässigen Beeinflussung ausgeschlossen ist.

c) Der/die Geschäftsführer/in bzw. der/die Vorsitzende ist über die Häufigkeit und den Anlass von Bewirtungen und sonstigen Einladungen zu informieren. Über den Besuch von wiederkehrenden Veranstaltungen, die Teilnahme an üblichen Besprechungen und vergleichbaren dienstlichen Terminen mit jeweils entsprechender Bewirtung kann nach Absprache pauschal informiert werden.

d) Soweit es erkennbar um höherwertige Bewirtungen oder Einladungen geht, muss zuvor eine Genehmigung des/der Vorsitzenden eingeholt werden.

e) Generell sind häufige Einladungen durch denselben Lieferanten, Dienstleister oder sonstigen Geschäftspartner bzw. ein Mitglied kritisch zu sehen und nur im Ausnahmefall sowie nach entsprechender Abklärung mit dem/der Vorsitzenden zulässig.

f) Einladungen zu kulturellen, sportlichen oder vergleichbaren Veranstaltungen sind von dem/der Vorsitzenden zu genehmigen. Die Teilnahme ist nur zulässig, wenn sie einem dienstlichen Zweck dient und der Einladende bei dem Termin vertreten ist. Die Einladung und die Genehmigung sind zu dokumentieren.

 

3. Private Nutzung von Einrichtungen

Die private Nutzung von Einrichtungen der Geschäftsstelle ist nur im vorgegebenen Umfang zulässig.

Im Einzelnen gilt:

a) Die Nutzung des Telefons, des Internets, des Druckers und des Kopierers zu privaten Zwecken ist in Maßen zulässig. Dienstliche Belange gehen jederzeit der privaten Nutzung vor.

b) Die Nutzung der Telefonflatrate der Geschäftsstelle ist kostenlos. Für Anrufe, bei denen Kosten entstehen, ist ein privates Telefon zu nutzen.

c) Mineralwasser, Kaffee und Tee stehen den Beschäftigten in der Geschäftsstelle unbegrenzt unentgeltlich zur Verfügung.

 

4. Hinweise auf Missstände

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Praktikantinnen und Praktikanten können sich bei Missständen an den Ethikbeauftragten wenden, wenn die Missstände intern nicht abgestellt werden oder wenn sie Führungspersonen betreffen.

Was ist Korruption?

Was macht Transparency Deutschland dagegen?

Initiative Transparente Zivilgesellschaft