Aktuelle Nachrichten

Transparency Deutschland ist auf Ihre Unterstützung angewiesen. Unterstützen Sie uns durch eine Spende oder einen Förderbeitrag. Mehr

Wirtschaft

22.05.2015
Bestechung bei Sicherheitsfirma: Geld oder Luxusauto gegen Auftrag

München – Laut sueddeutsche.de hat ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Securitas vor dem Landgericht München gestanden, jahrelang Aufträge gegen Schmiergeld an Subunternehmen verteilt zu haben. Ihm sei vorgeworfen worden, sich mit insgesamt 210.000 Euro bestechen lassen zu haben. Zudem soll er als Vorstandsmitglied bei der Unterstützungseinrichtung der ehemaligen Münchner Wach- und Schließgesellschaft 54.000 Euro aus der Kasse entnommen haben. Securitas, die Sicherheitspersonal für das Oktoberfest und den Flughafen stelle, habe die Justiz informiert, nachdem sich ein benachteiligter Subunternehmer beschwert habe. Dieser sei nicht bereit gewesen, Bestechungsgelder zu zahlen und habe einen bereits erteilten Auftrag verloren.

15_05_18_sueddeutsche.de


22.05.2015
Sauberer Norden, korrupter Süden

Düsseldorf – handelsblatt.com berichtet über eine Studie von Ernst & Young wonach Bestechung in Deutschland auf dem Rückzug sei. So sei die Zahl der Firmen mit Anti-Korruptionsregeln in den vergangenen Jahren auf 66 Prozent gestiegen. Jedes vierte Unternehmen halte Bestechung und korrupte Methoden hierzulande für weit verbreitet, vor vier Jahren sei es knapp die Hälfte gewesen. Für die Studie seien führende Manager europaweit befragt und sie zeige große Unterschiede. Während in Kroatien 92 Prozent der Manager Korruption in ihrem Land für weit verbreitet hielten, seien es in Dänemark nur vier Prozent.

15_05_20_handelsblatt.com


22.05.2015
Logistiker unter Korruptionsverdacht

Düsseldorf – Laut wiwo.de muss sich das Logistikunternehmen Kühne + Nagel vor dem Oberlandesgericht Hamburg einem Schadensersatzprozess um mutmaßliche Schmiergeldzahlungen stellen. Es gehe um einen rätselhaften Geldstrom nach Hongkong. Dem Logistiker werde vorgeworfen, jahrelang Bestechungszahlungen geleistet und diese innerhalb des Unternehmens bis zur Unkenntlichkeit versteckt zu haben. Die Geschäftspraktiken seien wegen einer Schadensersatzklage der inzwischen insolventen Handelsfirma Chromo Möbel ans Licht gekommen. Sie werfe dem Logistiker vor, Chromo mit überhöhten Rechnungen ausgeplündert zu haben. Mit dem zu viel gezahlten Geld soll ein Bevollmächtigter von Chromo in Hongkong bestochen worden sein, damit diese den Logistiker als Spedition beauftrage.

15_05_20_wiwo.de


Wissenschaft

22.05.2015
Die Wirtschaft mischt sich ein

Hamburg – Nach tagesschau.de gehen immer mehr Universitäten Forschungskooperationen mit der Wirtschaft ein, weil ihnen Mittel fehlen. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg, sehe einen klaren Trend zur Ökonomisierung der Bildung und Forschung. Dies gefährde geisteswissenschaftliche Studiengänge. Kritiker befürchteten einen zu starken Einfluss der Geldgeber. Wer forschen lasse, tue das nicht ohne Eigennutz. Das Portal Hochschulwatch.de fordere deshalb, alle Drittmittelverträge zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und jede Form von Sponsoring zu veröffentlichen. Nach Horst Hippler, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, gebe es keine Hinweise, dass die Wirtschaft an deutschen Universitäten inhaltlichen Einfluss übe.

15_05_20_tagesschau.de


22.05.2015
Forschen wie es der Wirtschaft gefällt

Berlin – tagesspiegel.de fasst die Thesen des Buchs „Gekaufte Forschung. Wissenschaft im Dienst der Industrie – Irrweg Drittmittelforschung“ von Christian Kreiß zusammen. Demnach verfolgten Großkonzerne mit der Finanzierung von Forschung gezielte Interessen. Es stelle sich die Frage nach der im Grundgesetz verankerten Freiheit von Wissenschaft und Forschung. Problem sei meist nicht, dass die Ergebnisse gekaufter Forschung falsch seien, sondern dass Teilwahrheiten zur einzigen erklärt und mit großer Kapitalkraft in der Öffentlichkeit kommuniziert würden. Durch die zunehmenden Zahlungen an Hochschulen käme es zu einer einseitig industriefreundlichen Gremienbesetzung und einer stärker interessengeleiteten Forschung. Dadurch verliere die Wissenschaft in der Bevölkerung immer mehr an Glaubwürdigkeit.

15_05_20_tagesspiegel.de


Politik

22.05.2015
Union und SPD schweigen zur Teilnahme von Interessenvertretern an internen Sitzungen

Hamburg – Nach abgeordnetenwatch.de können Interessenvertreter auch an internen Sitzungen von Fraktionen teilnehmen. SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Lambrecht habe bestätigt, dass an internen Sitzungen der Fraktionsgremien Interessenvertreter auf Einladung teilnehmen könnten. Während die Oppositionsparteien gegenüber abgeordnetenwatch.de offengelegt hätten, welche Gäste bei den Fraktionssitzungen in dieser Legislaturperiode anwesend gewesen seien, würden CDU/CSU und die SPD schweigen.

15_05_19_abgeordnetenwatch.de


22.05.2015
Germany’s corporate lobby: Turning American

Berlin – Laut economist.com nimmt Lobbying in Deutschland zu und benötigt eine bessere Regulierung. Das neue Buch „Die Lobby-Republik“ des Journalisten Hans-Martin Tillack zu dem Thema sei alarmierend. Große internationale sowie nationale Firmen würden ihre Lobbytätigkeit ausweiten. So gebe es schätzungsweise 5.000 bis 6.000 Lobbyisten in Berlin, verglichen mit 12.000 in Washington, DC. Die deutschen Wähler würden ihre Politiker aber abstrafen, wenn diese den Anschein zeigten, zu eng für die Interessen von Lobbyisten einzustehen. In einem Bericht von Transparency International über Lobbyismus in Europa schneide Deutschland schlecht ab. Es gebe zu wenig Regulierung, darum fordere Transparency Deutschland ein verpflichtendes Lobbyregister und effektive Karenzzeiten..

15_05_16_economist.com


22.05.2015
Bundeshauptstadt Berlin: Das Leben der Lobbyisten

München – In einem Beitrag auf sueddeutsche.de antwortet der Lobbyist Karl Jurka auf die Kritik von Hans-Martin Tillack in dessen neuem Buch über Lobbyismus. Tillack überschätze darin die klassischen Lobbyveranstaltungen und transportiere Klischees. Trotz Kritik an Tillacks Einseitigkeit, halte er das Buch für wichtig und lesenswert. Tillack wehre sich nicht pauschal gegen Lobbyismus, sondern verlange mehr Transparenz. Jeder vernünftige Interessenvertreter in Berlin würde einem professionellen Lobbyregister zustimmen. Ein Register sollte nach Jurka für alle verpflichtend sein, auch für Rechtsanwälte, Gewerkschafter und Nichtregierungsorganisationen.

15_05_18_2015_sueddeutsche.de


Verwaltung

22.05.2015
Wie der Bundestag sein Wissen für sich behält

Berlin – Nach tagesspiegel.de werden die Dokumente des Wissenschaftlichen Dienstes (WD) geheim gehalten. Die Herausgabe durch eine Anfrage des Informationsfreiheitsgesetzes sei von der Bundestagsverwaltung im Jahr 2012 abgelehnt worden. Das Gesetz sei für den Bürger da, um Behörden zu kontrollieren, nicht aber das Parlament. Was nach einer juristischen Spitzfindigkeit klinge, mache aber den Unterschied, ob der WD für das Volk da sein solle, oder nur für die, die es vertreten würden. Auch eine Klage mit Begründung der Pressefreiheit sei abgewiesen worden. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg habe unter dem Schutz der Mandatsfreiheit auch jegliche Informationsbeschaffung der Abgeordneten gestellt.

15_05_19_tagesspiegel.de


Kommunen

22.05.2015
Geld von RWE und EWE für Landräte und Oberbürgermeister

Osnabrück – Nach noz.de verdienen zahlreiche Landräte und Bürgermeister nebenbei vier- bis fünfstellige Beträge im Jahr für Mitgliedschaften in Gremien der Energiekonzerne RWE und EWE. Nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts müssten die Einnahmen an die Kommune abgeführt werden, da die Tätigkeit an das Amt des Hauptverwaltungsbeamten gekoppelt sei. RWE habe danach die Berufungsrichtlinie zur Mitarbeit im Beirat zu einer personenbezogenen Berufung geändert, die unabhängig von Ämtern sei. Helmut Brocke, Leiter der Arbeitsgruppe Kommunen von Transparency Deutschland, sehe in der personenbezogenen Ernennung eine „Umgehung des höchstrichterlichen Urteils.“ In Nordrhein-Westfalen werde nun geprüft, ob die Beamten das Geld rechtens behalten dürften.

15_05_21_noz.de


Gesundheit

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Entwicklungszusammenarbeit

22.05.2015
Regierung holt zum "Transparenz-Doppelschlag" aus

Köln – Laut deutschlandradiokultur.de will die Bundesregierung mit Transparenz gegen Korruption bei Rohstoffgeschäften vorgehen. Im Bundestag soll das Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz beschlossen werden. Damit müssten deutsche Unternehmen jährlich offenlegen, wieviel Gebühren sie für Schürfrechte an ausländische Regierungen zahlen. Das Gesetz ziele weniger auf die Konzerne, als auf rohstoffreiche Entwicklungs- und Schwellenländern ab, in denen Zahlungen häufig versickern würden. Heidi Feldt von Transparency Deutschland begrüße das Gesetz, da gerade dieser Rohstoffsektor sehr anfällig für Bestechung und Korruption sei. Zusätzlich werde Deutschland der Anti-Korruptionsinitiative EITI beitreten, bei der sowohl die Zahlungsströme der Industrie, als auch Regierung offen gelegt würden.

15_05_19_deutschlandradiokultur.de


Sport

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Hinweisgeber

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Finanzmarkt

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Medien

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Zivilgesellschaft

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Strafverfolgung

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Europäische Union

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Internationales

22.05.2015
Thailands Ex-Premier der Korruption beschuldigt: Yingluck Shinawatra vor Gericht

Hamburg – Laut tagesschau.de steht die frühere thailändische Premierministerin Yingluck Shinawatra wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht. In dem Prozess gehe es um ein System zur Subventionierung des Reisanbaus. Im Rahmen des Programms sei armen Landwirten der doppelte Marktpreis für Reis gezahlt worden. Die umstrittene Subvention soll aber vor allem der Stammwählerschaft der Regierungspartei zugutegekommen sein. Weil Yingluck laut Anklage ihre Aufsichtspflicht verletzt habe, sei ein Großteil des Geldes in dunklen Kanälen versickert. Yingluck sei im Jahr 2014 durch einen Militärputsch gestürzt worden.

15_05_19_tagesschau.de


Über TI

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Korruptionsforschung und Studien

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Vermischtes

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Was ist Korruption?

Was macht Transparency Deutschland dagegen?

Initiative Transparente Zivilgesellschaft