Pressespiegel nach Themen
Dritter Sektor
Entwicklungszusammenarbeit
EU
Finanzmarkt
Gesundheit
Hinweisgeber
Internationales
Kommunen
Korruptionsforschung und Studien
Korruptionsprävention (Integrity Pact, Code of Conduct)
Medien
Politik
Sonstiges
Sport
Strafverfolgung
Verwaltung
Wirtschaft
Ehrliche Begeisterung
München- sueddeutsche.de berichtet, der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) habe erstmals Richtlinien für die Öffentlichkeitsarbeit in digitalen Medien und Netzwerken formuliert. Der neue Leitfaden solle ein Regelwerk für alle werden, „die Interessen von Unternehmen oder Organisationen professionell vertreten“. Der DRPR fordere unter anderem, dass Internetnutzer, die für positive Kommentare über Produkte oder Dienstleistungen in Online-Netzwerken bezahlt werden, deutlich als Werbetreibende erkennbar seien.
10_09_28_sueddeutsche.de
Dienstag, 17. August 2010
Sachsensumpf: Dresdner Gericht verurteilt kritische Journalisten
Dresden- spiegel.de berichtet, zwei Journalisten seien wegen übler Nachrede in Artikeln zur „Sachsensumpf“-Affäre“ zu einer Geldstrafe verurteilt worden. In den beanstandeten Berichten gehe es um angebliche Kontakte von zwei früheren ranghohen Richtern der sächsischen Justiz zum Leipziger Rotlicht-Milieu Anfang der neunziger Jahre und die späteren Ermittlungen der Polizei. Ungewöhnlich sei, dass das Verfahren nicht an ein anderes Gericht verwiesen worden sei. Eine der Personen, über die im Zuge der Sachsensumpf-Affäre berichtet worden sei, sei Mitglied des Gerichts, das über den Fall entschieden habe.
10_08_13_spiegel.de
Donnerstag, 12. August 2010
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Mitarbeiter einer Bahn-Tochter
Hamburg- abendblatt.de berichtet, die Staatsanwaltschaft Kiel ermittle gegen zwei Mitarbeiter einer regionalen Pressestelle der Deutschen Bahn in Hamburg wegen des Verdachts der Bestechung. Der Vorgang stehe im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen einen ehemaligen NDR-Redakteur wegen des Verdachts der Bestechlichkeit im mehreren Fällen. Die Firma des Journalisten, der auch für die regionale Pressestelle gearbeitet habe, soll 57.000 Euro von der Bahn erhalten haben. Die Staatsanwaltschaft Kiel habe den Verdacht, dass die Zahlungen geleistet wurden, um Bahn-Themen im NDR-Fernsehen zu platzieren.
10_08_10_abendblatt.de (kostenpflichtig)
Donnerstag, 12. August 2010
Doris Heinze: Anklage gegen ehemalige NDR-Fernsehspielchefin erhoben
München- focus.de berichtet, die Staatsanwaltschaft Hamburg habe gegen die ehemalige NDR-Fernsehspielchefin Doris Heinze Anklage wegen Bestechlichkeit, Untreue und Betruges erhoben. Heinzes Rechtanwalt bestätigte den Eingang der Klageschrift, aber wies die Vorwürfe als haltlos zurück. Heinze habe unter einem Pseudonym Drehbücher und einen Entwurf für den NDR geschrieben und dafür vom Sender ein höheres Honorar als Angestellten zugestanden hätte, kassiert. Neben ihr sollen sich auch ihr Mann und eine Münchner Filmproduzentin vor Gericht verantworten müssen, was die Staatsanwaltschaft bestätigt habe.
10_08_10_focus.de
Dienstag, 3. August 2010
Sachsensumpf: Hartes Strafrecht, versuchte Einschüchterung
Hamburg- Das Medienmagazin Zapp berichtet, gegen zwei Journalisten, die für Zeit Online und Spiegel über den sogenannten Sachsensumpf berichtet haben, sei Strafanzeige erhoben worden. Ihnen drohe eine Haft- oder hohe Geldstrafe. Gewöhnlich werde gegen journalistische Berichte das Presserecht angewandt. Durch das hier angewandte Strafrecht könnten die Journalisten persönlich angegangen werden und müssten ihre Quellen offenlegen. Zudem würden sie von derselben Staatsanwaltschaft verfolgt, die sie in den fraglichen Artikeln belastet haben sollen, so einer der Journalisten. Auch an der Spitze des Gerichts stehe eine belastete Person.
10_07_28_zapp.blog.ndr.de
Dienstag, 3. August 2010
WAZ-Gruppe: Konzernchef Hombach sagt dem Balkan ade
Düsseldorf- Laut handelsblatt.com will sich die WAZ-Gruppe nach fünfzehn Jahren aus Südosteuropa zurückziehen und noch in diesem Jahr ihre Beteiligungen in Serbien und Rumänien verkaufen. Auslöser sei der weitverbreitete Machtmissbrauch und die Vetternwirtschaft. „Die engen Verflechtungen zwischen Oligarchen und der politischen Macht vergiften den Markt", so der Chef des Essener Medienkonzerns, Bodo Hombach. In einigen Ländern Südosteuropas gebe es kaum noch faire Wettbewerbsbedingungen.
10_08_02_handelsblatt.com
Freitag, 30. Juli 2010
Justiz in Sachsen: Journalisten fordern Freispruch im Sachsen-Sumpf-Prozess
Hamburg- zeit.de berichtet, zwei Journalisten seien wegen Artikeln im Spiegel und auf ZEIT ONLINE zum "Sachsen-Sumpf", einer möglichen Korruptionsaffäre, wegen Verleumdung und übler Nachrede angeklagt. Reporter ohne Grenzen (ROG) fordere einen Freispruch: "Eine Verurteilung würde künftige Berichterstattung zu Korruptionsaffären behindern und damit die Pressefreiheit beeinträchtigen", so ROG. Schon die Einleitung des Strafverfahrens sei fragwürdig gewesen. Das Verfahren sei ein Versuch der Einschüchterung, so der Deutsche Journalistenverband.
10_07_28_zeit.de
Montag, 5. Juli 2010
Falscher Einsatz: Müller-Hohenstein entschuldigt sich beim ZDF für Molkerei-Spot
München- sueddeutsche.de berichtet, die ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein habe sich bei Chefredakteur Peter Frey für ihren umstrittenen Auftritt in einem Molkerei-Werbespot entschuldigt. In einem Spot auf der Website der Molkerei Weihenstephan habe sich Müller-Hohenstein als „Schirmherrin eines Qualitätsbeirats“ präsentiert. Sie habe sich die Nebentätigkeit genehmigen lassen, aus dem Antrag sei aber nicht ersichtlich gewesen, dass es sich um Produktwerbung handle.
10_07_05_sueddeutsche.de
Donnerstag, 24. Juni 2010
Die Pension ist sicher: Doris Heinze und der NDR vergleichen sich außergerichtlich
München- sueddeutsche.de berichtet, der NDR habe einen Vergleich mit seiner im Herbst 2009 fristlos gekündigten Fernsehspielchefin geschlossen. Diese soll dem Sender Drehbücher ihres Manns untergeschoben haben. Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittle weiterhin wegen Betrugverdachts. Der Bundesgerichtshof habe verantwortliche Redakteure öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten in einem Grundsatzurteil 2009 als Amtsträger im strafrechtlichen Sinn eingestuft. Diese Eigenschaft könne sich in Verfahren strafverschärfend auswirken.
10_06_24_sueddeutsche.de
Mittwoch, 16. Juni 2010
Unkontrolliertes Vertrauen: PR-Einflüsse durch Nebentätigkeiten von Journalisten
Frankfurt- Laut epd medien droht durch mangelnde Kontrollmechanismen ein PR-Einfluss auf die Medien. Zwar müssten Journalisten ihre Nebentätigkeiten meistens vom Arbeitgeber genehmigen lassen, es werde aber kaum geprüft, ob das auch getan werde. Von freien Mitarbeitern werde meist verlangt, dass andere Tätigkeiten nicht in einem Interessenskonflikt zum Auftraggeber stehen. Hier sei die Kontrolle schwierig. Allerdings seien verlässliche Kontrollsysteme dringend notwendig. Laut einer Umfrage soll jeder zweite Freiberufler einen Zweitjob haben, vierzig Prozent davon sollen in der Werbung oder PR arbeiten. Laut Thomas Leif, Vorsitzender des Netzwerk Recherche, sie die Trennung von PR und Journalismus „eine Frage der inneren Überzeugung“.
Kein Link, da Printausgabe Nr. 46 vom 16.06.2010 (S. 5 - 7).

