Pressespiegel nach Themen
Dritter Sektor
Entwicklungszusammenarbeit
EU
Finanzmarkt
Gesundheit
Hinweisgeber
Internationales
Kommunen
Korruptionsforschung und Studien
Korruptionsprävention (Integrity Pact, Code of Conduct)
Medien
Politik
Sonstiges
Sport
Strafverfolgung
Verwaltung
Wirtschaft
Geschenke unerwünscht
Düsseldorf- Laut Wirtschafts Woche möchte der Klinkkonzern Helios keinen Besuch von Pharmavertretern in seinen Krankenhäusern. Zudem organisierte Helios Fortbildungen für seine Ärzte selbst, anstatt Ärzte zu von der Industrie bezahlten Kongressen zu schicken. Klinkärzte von Helios dürften zudem keine Geschenke der Pharmaindustrie annehmen. Der Einkauf von Medikamenten sei zentral organisiert. Die Entscheidung über die Bestellung von Medikamenten liege nicht bei einzelnen Chefärzten, sondern bei mehreren Fachärztegruppen. Nur in diesen dürfe sich die Pharmaindustrie einbringen.
Kein Link, da Printausgabe vom 30. August 2010 (S. 52).
Montag, 23. August 2010
Kanzleramt in IQWiG-Personalie involviert?
Köln/Hamburg- aerztezeitung.de berichtet, das Kanzleramt soll frühzeitig darauf gedrängt haben, den Vertrag des Chefs des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Peter Sawicki, nicht zu verlängern. Die damalige Leiterin des Referat 312 Gesundheitspolitik soll dem Bundesgesundheitsministerium 2008 mitgeteilt haben, dass man eine vorzeitige Verlängerung nicht akzeptieren werde. Das Kanzleramt habe vor der Bundestagswahl die Türen offen halten wollen.
10_08_22_aerztezeitung.de
Montag, 16. August 2010
Germany lags behind on Aid Transparency
Laut dem Blog von opendata-network.org halte das Versprechen des deutschen Entwicklungshilfeministers Dirk Niebel, die Entwicklungshilfe transparenter zu machen, nur solange andere Akteure betroffen seien. 2008 habe Deutschland die International Aid Transparency Initiative unterzeichnet und mit anderen Ländern mehr Transparenz versprochen. Am 7. Juli 2010 sollen die Geberländer vereinbart haben, verfügbare Informationen der Geberländer bis November 2011 zu veröffentlichen. Deutschland habe aber bereits erklärt, die Frist nicht einhalten zu können.
10_08_16_opendata-network.org
Montag, 16. August 2010
Isotretinoin: EMA gibt Akten zu Nebenwirkung frei
Berlin- apotheke-adhoc.de berichtet, die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) wolle Informationen zu den Nebenwirkungen des Akne-Medikaments Roaccutan (Isotretinoin) von Roche demnächst bereitstellen. Ein irischer Bürger habe die Unterlagen im April 2008 angefordert, nachdem sein 19-jähriger Sohn nach der Anwendung des Medikaments Selbstmord begangen habe. Da die EMA nicht geantwortet habe, habe er sich an den Europäischen Ombudsmann gewandt. Laut britischen Forschern kann Isotretinoin den Serotoninspiegel im Gehirn verringern und dadurch Depressionen auslösen.
10_08_12_apotheke-adhoc.de
Montag, 16. August 2010
Gesundheitsökonomie: Wasem wegen Auftragsstudie unter Druck
Berlin- apotheke-adhoc.de berichtet, der Gesundheitsökonom Jürgen Wasem sei wegen einer Studie zur Rauchentwöhnung in die Kritik geraten. Er habe vorgerechnet, dass die Krankenkassen mit medikamentöser Entwöhnung von Rauchern mehr als 1000 Euro pro Patient sparen könnten, und gefordert, dass entsprechende Präparate künftig von den Krankenkassen erstattet werden sollen. Der Pharmakonzern Pfizer, der das Entwöhnungsmedikament Champix herstelle, habe die Studie finanziell unterstützt.
10_08_09_apotheke-adhoc.de
Donnerstag, 12. August 2010
HAI Europe survey reveals new data on financial transparency of patient and consumer organisations
Laut dem Blog von Health Action International (HAI) erhalten zwei Drittel der Patienten- und Konsumentenorganisationen, die mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zusammenarbeiten, finanzielle Mittel von Pharmaunternehmen oder Industrieverbänden. Die Pharmaindustrie sei also der vorrangige Sponsor der Patientenvertretungen bei der EMA. Dies gehe aus einer neuen Untersuchung von HAI Europa hervor. Zudem sollen nur weniger als die Hälfte der 23 Organisationen die Richtlinien der EMA zu Transparenz bei der Finanzberichterstattung umgesetzt haben.
10_08_11_ http://haieuropestaffblog.blogspot.com/
Montag, 9. August 2010
Pharmastudien glänzen häufiger mit positivem Ergebnis
Boston – aerzteblatt.de berichtet über eine Studie in den Annals of Internal Medicine, laut der auch nach der Einrichtung des Online-Register ClinicalTrials.gov die Ergebnisse von klinischen Studien häufiger mit einem günstigen Ergebnis endeten, wenn sie von den Herstellern gesponsert wurden. Darüber hinaus seien die Ergebnisse der vom Hersteller gesponserten Studien häufiger nicht oder verspätet publiziert worden. Bei den Studien, die von unabhängigen Organisationen finanziert wurden, läge der Anteil fast doppelt so hoch. ClinicalTrials.gov sei 1999 eingerichtet worden, um zu verhindern, dass Studien mit einem negativen Ausgang von den Herstellern unter den Tisch gefallen lassen werden.
10_08_04_aerzteblatt.de
Dienstag, 3. August 2010
Millionenbetrug in Arztpraxen - Staatsanwaltschaft Verden ermittelt
Hamburg- Laut ndr.de ermittelt die Staatsanwaltschaft Verden gegen etwa fünfzig Ärzte aus dem Raum Hannover und Celle und einen Pharmagroßhändler aus Niedersachsen wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und Bestechung sowie gewerbsmäßigem Betrug. Sie sollen deutlich mehr Rezepte für Sprechstundenbedarf, also direkt in der Praxis verabreichte Mittel, ausgestellt und abgerechnet haben als geliefert. Da solche Rezepte nicht auf einen bestimmten Patienten ausgestellt werden könnten die Krankenkassen den Bedarf nicht überprüfen. Ihnen soll ein Schaden in Höhe von mehr als 1,2 Millionen Euro entstanden sein.
10_07_30_ndr.de
Dienstag, 3. August 2010
Marseille auf Bewährung verurteilt
Halle- mz-web.de berichtet, der Unternehmer Ulrich Marseille sei wegen Bestechung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Er soll einer früheren Gutachterin des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen kostenlos einen Pkw zur Verfügung gestellt haben. Im Gegenzug habe diese Gefälligkeitsgutachten zur Pflegebedürftigkeit von Senioren angefertigt, die in einer zu Marseilles Firmengruppe gehörenden Einrichtung betreut worden seien. Sie sei zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.
10_07_28_mz-web.de
Donnerstag, 22. Juli 2010
Anklage nach Korruptionsermittlungen erhoben
Leipzig- mdr.de berichtet, im Zusammenhang mit bundesweiten Korruptionsermittlungen gegen das Pharma-Unternehmen Ratiopharm habe die Staatsanwaltschaft Erfurt Anklage gegen eine Außendienstmitarbeiterin erhoben. Der Vorwurf laute gewerbsmäßige Bestechung in 25 Fällen. Die Angeklagte soll zwischen 2003 und 2005 Thüringer Ärzte für die bevorzugte Verschreibung von Ratiopharm-Medikamenten beschenkt haben. Die Ermittlungen gegen die Ärzte seien wegen des relativ geringen Wertes von jeweils rund zweihundert Euro eingestellt worden.
10_07_21_mdr.de

