Vorstand
Sylvia Schenk (Vorsitzende)
Rechtsanwältin, Stadträtin a.D.
(Jahrgang 1952), lebt in Frankfurt am Main. Die Olympiateilnehmerin von München 1972 (800m-Lauf) sowie ehemalige Rechts-, Sport- und Frauendezernentin der Stadt Frankfurt am Main hat sich seit ihrer Jugend ehrenamtlich engagiert, vorrangig im Sport (u.a. von 2001 - 2004 Präsidentin des Bundes Deutscher Radfahrer e.V.), in Frauenverbänden und in der SPD. Auf internationaler Ebene hat sie Funktionen im Weltverband des Studentensports (FISU) und des Radsports (UCI) innegehabt und dabei die intransparenten Strukturen kennen gelernt. Aus dieser Erfahrung heraus ist Sylvia Schenk Anfang 2006 zu der neugegründeten Arbeitsgruppe Sport von Transparency Deutschland gestoßen. 2007 wurde sie zur Vorsitzenden gewählt. "Wir treten in eine weitere Phase der Korruptionsbekämpfung ein. Das Bewusstsein für die zerstörerische Wirkung von Korruption und die Notwendigkeit ethischer Verhaltensmaßnahmen ist national und international gewachsen. Jetzt geht es darum, die erkämpften Konventionen und Gesetze weltweit in die Praxis umzusetzen und die Debatte über Ethik aktiv zu beeinflussen.“ Interessenregister (pdf)
Dr. Peter von Blomberg (Stellvertretender Vorsitzender)
ehem. Vorstandsmitglied der Allianz-Versicherungs AG
(Jahrgang 1936) wohnt in Köln. Er hat als Leiter der Allianz-Zweigniederlassung für Nordrhein-Westfalen gearbeitet. Heute ist Dr. von Blomberg stellvertretender Vorsitzender von Transparency Deutschland. Nach seiner Pensionierung war er auf der Suche nach einer, so Dr. von Blomberg „gesellschaftspolitisch interessanten und ‚brisanten’ ehrenamtlichen Tätigkeit“. Die Erinnerung an eine zufällige Begegnung mit Peter Eigen und die Kontaktaufnahme mit dem damaligen Transparency Deutschland-Vorsitzenden Dr. Michael Wiehen ergab, dass seine Erfahrungen und Interessen aus der Wirtschaft für die Mitarbeit bei Transparency außerordentlich nützlich sein würden. Interessenregister (pdf)
Dr. Hedda von Wedel (Stellvertretende Vorsitzende)
Staatssekretärin a. D., Präsidentin des Bundesrechnungshofes a. D., Mitglied des Europäischen Rechnungshofes
(Jahrgang 1942) wohnt in Andernach und am Comer See. Sie lernte die Arbeit von Transparency über die Mitarbeit im Beirat kennen. Sie ist überzeugt, dass der Kampf gegen Korruption nur erfolgreich sein kann, wenn er auf eine breite Unterstützung in der Zivilgesellschaft rechnen kann. Sie möchte Ihre Erfahrung in der Verwaltung, der Finanzkontrolle und als frühere Bundestagsabgeordnete bei Transparency Deutschland einbringen. Sie sagt: "Ich freue mich, an einer nützlichen Aufgabe mitarbeiten zu können." Interessenregister (pdf)
Jochen Bäumel
Journalist, Korrespondent der ARD a.D.
(Jahrgang 1940) wohnt in Berlin. Er hat als Journalist für die ARD gearbeitet. Korruption sei ein verstecktes Übel, das Staat und Gesellschaft untergrabe und Demokratie gefährde, sagt er. Die Folgen davon – ganze Völker würden in Armut und Chaos gestürzt – seien besonders in den Drittweltländern zu spüren. „Transparency bekämpft Korruption weltweit, eindrucksvoll, sehr konkret und wirksam. Da muss man einfach mitmachen.“, so Jochen Bäumel über seine Beweggründe, bei Transparency Deutschland mitzuwirken. Interessenregister (pdf)
Caspar von Hauenschild
Berater von Unternehmen
(geb. 1947) lebt in München. Er arbeitet dort als Berater von Unternehmen. Zuvor war er 30 Jahre lang als Banker tätig. Durch eigene Erfahrungen habe er erlebt, wie Korruption Menschen, Unternehmen, Märkte und Demokratien vernichtet. Er habe erlebt, wie Korruption Umkehr, Reformen und Aufbruch verhindere. Gleichzeitig habe er auch erleben dürfen, wie Transparenz und Diskurs – ohne wirtschaftsethische Grundsatzdebatten – erfolgreich gegen Korruption wirken können. „Transparencys Anspruch, Koalitionen gegen Korruption zu bilden, ist für mich der Schlüssel zum Erfolg, wenn es insbesondere gelingt, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft an dem gleichen Tisch zu versammeln.“, so Herr von Hauenschild über seine Motivation zur Mitarbeit bei Transparency Deutschland. Interessenregister (pdf)
Gabriele C. Klug
Beigeordnete, Leitende Ministerialrätin a. D.
Gabriele C. Klug (geb. 1955) ist Juristin und in Wesel am Niederrhein als Mitglied des Verwaltungsvorstandes für Finanzen und Beteiligungen, Recht, Organisation und Gebäudewirtschaft zuständig. Fragestellungen wie die nach Instrumenten zur Stärkung des zivilgesellschaftlichen Einflusses führten Gabriele C. Klug 2004 zu Transparency International. „Wir erleben derzeit einen immensen Umgestaltungsprozess – die Initiative erfolgt durch Europa, in Deutschland wird die öffentliche Wirtschaft umstrukturiert. Es entwickeln sich neue Formen und Instrumente der Finanzierung öffentlicher Aufgaben in der Infrastruktur. Ein spannender Prozess, der mit einem Integritätsmainstreaming begleitet werden muss!" Wenn wir erfolgreich sein wollen, müssen wir die Instrumente zur Korruptionsprävention fortentwickeln – die gesetzlichen wie die freiwilligen – und gemeinsam mit unseren Bündnispartnern aus Wirtschaft und Gesellschaft anwenden. „Ich freue mich, dass ich mich für diese Koalition gegen Korruption nun auch im Vorstand engagieren kann.“ Interessenregister (pdf)
Prof. Dr. Jürgen W. Marten
Rechtsanwalt
Jürgen Marten (geb. 1943) lebt in Berlin. Nach dem Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin war er zunächst als Rechtswissenschaftler tätig. Danach übernahm er verschiedene kulturelle Aufgaben und war nach der Habilitation als Kulturwissenschaftler bis zu dessen Abwicklung Gründungsdirektor des Instituts für Kulturforschung an der Kunsthochschule Berlin. Er war aktiv beteiligt an der Gründung von Transparency International und Mitbegründer von Transparency Deutschland und mit einer Unterbrechung (Ethikbeauftragter) Vorstandsmitglied. Seit einigen Jahren vertritt er als Justitiar auch die rechtlichen Interessen von Transparency Deutschland. Korruption ist aus seiner Sicht nicht nur unter wirtschaftlichen und juristischen Aspekten, sondern auch als ein kulturelles Phänomen zu betrachten. Insofern betrifft Korruption negativ die Existenzgrundlagen der Gesellschaft und die Lebensgrundlagen jedes Einzelnen. Seine Mitarbeit als Vorstandmitglied von Transparency International Deutschland begründet er mit der Motivation, diese Erkenntnis stärker als Grundlage gesellschaftlicher Aktivitäten und individuellen Handelns wirksam werden zu lassen und die Entwicklung geigneter Rahmenbedingungen und Instrumente zu befördern. Interessenregister (pdf)
Dr. Anke Martiny
Senatorin a.D., Publizistin
(geb. 1939) wohnt in Berlin. Die ehemalige Senatorin der Stadt Berlin, war außerdem Bundestagsabgeordnete, Mitarbeiterin der Friedrich-Ebert-Stiftung in Tel Aviv, Hausfrau und Journalistin. Besonders durch ihre Tätigkeit im Ausland habe sie gelernt, wie sehr Korruption die Wurzeln der Demokratie schädige. „Vor allem die politische Korruption richtet großen Schaden an, denn der Fisch stinkt vom Kopf her“, sagt Frau Dr. Martiny. Als Hauptanliegen für ihre Mitarbeit bei Transparency Deutschland nennt die Journalistin im Ruhestand die Notwendigkeit „Zusammenhänge deutlich zu machen zwischen Korruption und dem Mangel an demokratischen Strukturen oder dem Aushebeln demokratischer Entscheidung durch Korruption.“ Interessenregister (pdf)
Karenina Schröder
Kunsthistorikerin/ Master of Business Administration (MBA)
(geb. 1961) lebt in Berlin. Sie hat 11 Jahre lang als Art Consultant gearbeitet und widmet sich jetzt der Erziehung ihrer Kinder. Mehr Transparenz, sagt Frau Schröder, unterstütze auf optimale Weise wichtige gesellschaftliche Werte wie Ehrlichkeit, Geradlinigkeit und Handeln im Sinne des Gemeinwohls. „Dazu möchte ich beitragen, weil eine Gesellschaft in der diese Werte noch zählen, ein lebenswerteres Umfeld schafft und sozial wie ökonomisch besser für die Zukunft gewappnet ist.“ Denn nur dann komme tatsächlich der Tüchtige und Innovative zum Zuge und nicht derjenige mit den „besten Kontakten“. Interessenregister (pdf)
Dr. Angela Spelsberg
Ärztin und Epidemiologin
Dr. Angela Spelsberg (Jahrgang 1960) leitet seit 11 Jahren das Tumorzentrum Aachen und lebt in Tervuren (Belgien) und Remscheid. Der Bedeutung von Einflussnahme und Korruption im Gesundheitswesen gilt ihr besonderes Interesse. Sie möchte ihre beruflichen und ehrenamtlichen Erfahrungen in der Krebsbekämpfung bei Transparency Deutschland einbringen und sich insbesondere der Prävention von Ämter- und Ressourcenmissbrauch im Gesundheitswesen widmen. Hierbei gilt es, die Unabhängigkeit von Informtionen über Gesundheitsleistungen und Gesundheitsprodukte abzusichern sowie Mechanismen der potentiellen Einflussnahme auf Patientenorganisationen, Selbsthilfegruppen, Körperschaften und Aufsichtsbehörden durch mächtige Interessengruppen im Gesundheitswesen transparent zu machen und diesen wirksam vorzubeugen. "Ein bezahlbares und qualitativ hochwertiges Gesundheitssystem können wir erhalten, wenn wir entschlossen präventiv gegen Missbrauch und korruptive Verhaltensweisen im Gesundheitswesen vorgehen. Die Arbeitsgruppe Gesundheit von Transparency Deutschland ermöglicht hierbei hochqualifizierten Austausch und die Erarbeitung von Interventionsstrategien". Interessenregister (pdf)
Dr. Sebastian Wolf
Politikwissenschaftler
(Jahrgang 1977) lebt in Konstanz. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter (Habilitand) am Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft der Universität Konstanz. Ihn interessieren insbesondere internationale Antikorruptionsvorgaben und ihre Umsetzung in Deutschland. "Die wichtigsten einschlägigen Gesetzesänderungen der letzten Jahre gehen auf internationale Initiativen zurück. Es bedarf zivilgesellschaftlichen Drucks, damit noch bestehende Umsetzungsdefizite in Deutschland behoben werden und effektive Korruptionsbekämpfung nicht mehr als Wettbewerbsnachteil im internationalen Geschäftsverkehr gilt. Hierzu möchte ich einen Beitrag leisten", so Sebastian Wolf über seine Motiviation, bei Transparency Deutschland mitzuarbeiten. Interessenregister (pdf)
Dr. Michael H. Wiehen (Ethikbeauftragter)
Ehem. Weltbankdirektor und Rechtsanwalt
Michael H. Wiehen (1932) ist seit Oktober 2007 Ethikbeauftragter von Transparency Deutschland. Nach seiner Promotion 1960 war er über dreißig Jahre lang in der Weltbank tätig. Er zählt zu einem der Gründungsmitglieder von Transparency Deutschland. Von 1998 bis 2001 war er Vorsitzender von Transparency Deutschland; seit 2003 ist er Mitglied des Beirats und und des Membership Accreditation Committees von Transparency International. Michael Wiehen befasst sich vor allem mit den internationalen Belangen der Korruptionsbekämpfung und der Korruptionsprävention in der Vergabe öffentlicher Aufträge. Er hat beispielsweise den Integritätspakt entwickelt, ein wichtiges Instrument von Transparency International zur Vermeidung von Korruption bei öffentlichen Großaufträgen, das weltweit Anwendung findet. 2007 wurde er für seine Verdienste in der internationalen und nationalen Korruptionsbekämpfung mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande ausgezeichnet. Interessenregister (pdf)













