Corporate Accountability: Monitoring OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen

Transparency ist der Ansicht, dass die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen das derzeit geeignetste internationale Instrument sind, um die erheblichen Freiräume für korruptives Verhalten im globalen Geschäftsverkehr zu reduzieren.

Daher wirkt Transparency im multi-Stakeholder Arbeitskreis der Nationalen Kontaktstelle (NKS) für die OECD-Leitsätze im Bundeswirtschaftsministerium an der Durchsetzung der Leitsätze als weltweit verbindliche Standards mit. Aufgrund der Erfahrungen als Mitglied des Arbeitskreises und als Beschwerdeführer wegen Verstößen gegen die Leitsätze ist Transparency der Meinung, dass die Bundesrepublik und die OECD sich sehr viel konsequenter für die weltweite Einhaltung der OECD-Leitsätze engagieren müssten.

Wir schlagen daher vor und fordern, dass die deutsche NKS sich bei der praktischen Anwendung der Leitsätze auf den klar artikulierten Geist und die  Intention der Leitsätze wieder besinnt, d.h. u.a.

Die Bundesregierung und Bundestag fordern wir auf, der Vereinbarung zur Förderung der Einhaltung der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen mit mehr Engagement nachzukommen und deren Erfüllung nachhaltig sicherzustellen. Zudem fordern wir sie auf, die in der G 8 Abschlusserklärung von Heiligendamm 2007 gemachte Zusage, ein „besseres staatliches Handeln durch die in den OECD-Leitsätzen genannten Nationalen Kontaktstellen aktiv zu fördern“, einzulösen.

Im Einzelnen schlagen wir vor,

Die OECD erinnern wir an ihre „oversight“-Funktion und fordern sie auf, sich ernsthaft für die Gleichwertigkeit, Unabhängigkeit,  Transparenz  und Wirksamkeit der Arbeit aller Nationalen Kontaktstellen einzusetzen, insbesondere

 

Hintergrund

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Bundestagsdrucksachen zum Thema



Drucksache 14/2403 (10. 12. 99): Antwort der Bundesregierung auf die
Kleine Anfrage
– Drucksache 14/1554 –
Zu den Verhandlungen über die Revision der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen



Drucksache 16/2896 (10. 10. 2006): Antwort der Bundesregierung auf die
Kleine Anfrage
– Drucksache 16/2667 –
Menschenrechte und Globalisierung



Drucksache 16/4054 (17. 01. 2007): Antrag
Rohstoffeinnahmen für nachhaltige Entwicklung nutzen

Initiative: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (federführend)
Stand: Abgelehnt  



Drucksache 16/10980 (18. 11. 2008): Antwort der Bundesregierung auf die
Kleine Anfrage
- Drucksache 16/10631 -
Sachstand zur Förderung der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen durch die Nationale Kontaktstelle



Drucksache 17/510 (26. 01. 2010): Antwort der Bundesregierung auf die
Kleine Anfrage
– Drucksache 17/400 –
Klage von Vattenfall gegen Deutschland



Drucksache 17/2339 (30. 06. 2010): Antwort der Bundesregierung auf die
Kleine Anfrage
– Drucksache 17/2039 –
Durchsetzung von Sozialstandards in der Lieferkette von Lebensmitteleinzelhandelsunternehmen



Drucksache 17/4196 (15.12.2010): Antrag
Menschenrechtsschutz bei den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen stärken

– Drucksache 17/4613 –
Beschlussempfehlung und Bericht

Plenarprotokoll 17/90, zur Debatte des Antrags (Drs. 17/4613)

Initiative: Bündnis 90/Die Grünen
Stand: abgelehnt



Drucksache 17/4668 (08.02.2011): Antrag
Die Revision der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen als Chance für einen stärkeren Menschenrechtsschutz nutzen

Initiative: SPD
Stand: Überwiesen



Drucksache 17/4669 (08.02.2011): Antrag
Verpflichtender Menschenrechtsschutz der OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen

Initiative: DIE LINKE
Stand: Überwiesen


Zur detaillierten Suche nach Drucksachen des Deutschen Bundestags. Diese Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es finden nur Drucksachen ab dem Jahr 1998 Berücksichtigung.


Pressemitteilungen zum Thema

Mittwoch, 30.06.2010
Deutschland „Weltmeister“ im Ablehnen von OECD-Beschwerdefällen

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Dienstag, 20.05.2008
Transparency International veröffentlicht Working Paper "Using the OECD Guidelines to Tackle Corporate Corruption"

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Dienstag, 05.06.2007
Transparency Deutschland legt Beschwerde gegen 57 deutsche Unternehmen ein, die in den Oil for Food - Skandal im Irak verwickelt sind

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