Kurze Methodologische Hinweise
- Der Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) sammelt Daten aus Quellen der letzen drei Jahre (der CPI 2005 basiert auf Umfragen aus den Jahren 2003, 2004 und 2005).
- Alle Quellen bieten eine Rangliste von Ländern, d.h. sie beinhalten eine Bewertung mehrerer Länder.
- Alle Quellen messen das allgemeine Ausmaß der Korruption (Häufigkeit und/oder Größe der Bestechungszahlungen) im öffentlichen Sektor und der Politik.
- Um einen ausgleichenden Effekt zu erzielen, wurden alle CPI Quellen in Form von jährlich durchgeführte Umfragen, die über einen längeren Zeitraum hinweg verfügbar sind, berücksichtigt.
- Von Beurteilungen, die von Experten durchgeführt wurden (Risiko-Agenturen, Länderanalysten), sind nur die aktuellsten Schätzungen im CPI enthalten, da diese Werte üblicherweise im Vorfeld von Fachleuten begutachtet werden und sich nur geringfügig von einem zum anderen Jahr verändern.
- Die Auswertungen des Ausmaßes der Korruption in verschiedenen Ländern werden von Länderexperten im In- und Ausland (im CPI 2005 beinhaltet das die folgenden Quellen: CU, EIU, FH, MIG, UNECA und WMRC), ausländischen Geschäftsleuten aus Entwicklungsländern (im CPI 2005 beinhaltet das die folgenden Quellen: II) und landesansässigen Geschäftsleuten, die ihr eigenes Land bewerten (im CPI 2005 beinhaltet das die folgenden Quellen: IMD; PERC, und WEF).
- Um den Mittelwert eines Landes zu ermitteln, standardisiert man die Daten mit der „matching percentiles“-Methode. Die Standardisierung verwendet die Ränge der Länder, die den jeweiligen Quellen entnommen werden. Anhand dieser Methode können Quellen kombiniert werden, die auf unterschiedlichen Verteilungen beruhen. Standardisierungen beinhalten immer einen Verlust von Informationen. Gleichwohl verbleiben auf diese Weise alle Angaben in den Grenzen der CPI-Punkteskala, d.h. zwischen 0 und 10 Punkten.
- Im Anschluss werden die Werte beta-transformiert. Dies vergrößert die Standardabweichung unter allen im CPI enthaltenen Ländern und umgeht den Prozess, bei dem die „matching percentiles“-Methode in einer jährlich abnehmenden Standardabweichung resultiert.
- Um den Punktwert eines Landes zu ermitteln, wird als nächstes der Durchschnitt aller Werte eines Landes berechnet.
- Neben dem CPI Rang und Punktwert werden die Anzahl der Quellen, die Spannweite, die Standardabweichung und das Vertrauensintervall für jedes Land aufgeführt.
- Das Vertrauensintervall wird mit Hilfe der „bootstrap“ (nicht-parametrischen) - Methode ermittelt, die es erlaubt, Rückschlüsse in Bezug auf die Genauigkeit der Ergebnisse zu ziehen. Ein 90% Vertrauensintervall wird berechnet, so dass der Punktwert eines Landes mit einer 5%igen Wahrscheinlichkeit unter und mit 5%iger Wahrscheinlichkeit über dem Intervall liegt.
- Untersuchungen zeigen, dass die erwartungstreue Überdeckungswahrscheinlichkeit für das Vertrauensintervall geringer ist als der Nominalwert von 90%. Die Genauigkeit des Vertrauensintervalls steigt mit zunehmender Anzahl an Quellen: für drei Quellen, 65.3%; für vier Quellen, 73.6%; für fünf Quellen, 78.4%; für sechs Quellen, 80.2%; für sieben Quellen, 81.8%.
- Die Verlässlichkeit der Daten lässt sich an der hohen Korrelation zwischen den einzelnen Quellen festmachen. In diesem Zusammenhang wurden Pearsons und Kendalls Rangkorrelationen angewandt, die einen durchschnittlichen Koeffizienten von .87 und .72 ergaben.
Stand: 04.10.2005
A short methodological note
- The CPI gathers data from sources that span the last three years (for the CPI 2005, thisincludes surveys from 2003, 2004 and 2005).
- All sources provide a ranking of countries, i.e., include an assessment of multiplecountries.
- All sources measure the overall extent of corruption (frequency and/or size of bribes) inthe public and political sectors.
- For CPI sources that are surveys, and where multiple years of the same survey areavailable, all annual data are included to provide a smoothing effect.
- For sources that are scores provided by experts (risk agencies/country analysts), only themost recent iteration of the assessment is included, as these scores are generally peer reviewedand change very little from year to year.
- Evaluation of the extent of corruption in countries is done by country experts, non residentand residents (in the CPI 2005, this consists of the following sources: CU, EIU, FH, MIG,UNECA and WMRC); non-resident business leaders from developing countries (in the CPI2005, this consists of the following sources: II); and resident business leaders evaluating theirown country (in the CPI 2005, this consists of the following sources: IMD, PERC, and WEF).
- To determine the mean value for a country, standardisation is carried out via a matchingpercentiles technique. This uses the ranks of countries reported by each individual source. This method is useful for combining sources that have a different distribution. While there issome information loss in this technique, it allows all reported scores to remain within thebounds of the CPI, that is to say, to remain between 0 and 10.
- A beta-transformation is then performed on scores. This increases the standard deviationamong all countries included in the CPI and avoids the process by which the matchingpercentiles technique results in a smaller standard deviation from year to year.
- Next, all values for a country are averaged, to determine a country's score.
- The CPI score and rank are accompanied by the number of sources, high-low range,standard deviation and confidence range for each country.
- The confidence range is determined by a bootstrap (non-parametric) methodology, whichallows inferences to be drawn on the underlying precision of the results. A 90% confidencerange is then established, where there is 5% probability that the value is below and 5%probability that the value is above this confidence range.
- Research shows that the unbiased coverage probability for the confidence range is lowerthan its nominal value of 90%. The accuracy of the confidence interval estimates increaseswith a growing number of sources: for 3 sources, 65.3%; for 4 sources, 73.6%; for 5 sources,78.4%; for 6 sources, 80.2%; and for 7 sources, 81.8%.
- The overall reliability of data is demonstrated in the high correlation between sources. Inthis regard, Pearson's and Kendall's rank correlations have been performed, which providedaverage results of .87 and .72 respectively.
