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Corruption Perceptions Index 2009
Datum: 17.11.09
Komplette Datei: 09-11-17-CPI_2009_Pressemappe.pdf

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Was ist der Korruptionswahrnehmungsindex (CPI)?

Der Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) von Transparency International listet Länder nach dem Grad der bei Amtsträgern und Politikern wahrgenommenen Korruption auf. Es ist ein zusammengesetzter Index, sozusagen eine Untersuchung von Untersuchungen, die sich auf verschiedene Experten- und Managerumfragen stützt, welche von einer Reihe unabhängiger und namhafter Institutionen durchgeführt wurden. Der CPI spiegelt weltweite Meinungen wider, einschließlich der Meinungen von Experten, die in den untersuchten Ländern leben.

 

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Wie wird Korruption für den CPI definiert?

 

Der CPI konzentriert sich auf Korruption im öffentlichen Sektor. In den Umfragen, die für die Erstellung des CPI genutzt werden, geht es um Fragen im Zusammenhang mit dem Missbrauch öffentlicher Macht zum privaten Nutzen (zum Beispiel Bestechung von Amts- oder Mandatsträgern, Zahlung von Schmiergeldern bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, Unterschlagung öffentlicher Gelder) oder um Fragen, die auf die Wirksamkeit und Effektivität von Antikorruptionsmaßnahmen abzielen. Somit wird sowohl die administrative wie politische Seite von Korruption abgedeckt.

 

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Warum beruht der CPI ausschließlich auf Wahrnehmungen?

Das gesamte Ausmaß der Korruption in verschiedenen Ländern lässt sich anhand von objektiven empirischen Daten nur schwer ermitteln; beispielsweise indem man die Summe der gezahlten Bestechungsgelder oder die Anzahl von Ermittlungsverfahren und Gerichtsurteilen vergleichen würde. Letzteres spiegelt in länderübergreifenden Untersuchungen jedoch nicht das tatsächliche Ausmaß der Korruption wider, sondern belegt vielmehr die Kompetenz der Strafverfolgungsbehörden, Gerichte und/oder der Medien, Korruption zu untersuchen und aufzudecken. Eine sichere Methode zur Ermittlung länderübergreifender Daten ist daher, die Erfahrungen und Wahrnehmungen derer heranzuziehen, die mit der Realität der Korruption am unmittelbarsten konfrontiert sind.

 

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Wie wurde der Termin zur Veröffentlichung bestimmt?

Alle Entscheidungen im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des CPI werden vom internationalen Sekretariat in Berlin getroffen. Der Termin der Veröffentlichung soll möglichst viel weltweite Aufmerksamkeit erzeugen und wurde an internationale Ereignisse angelehnt.

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Wie wird der CPI finanziert?

Transparency International finanziert seine Arbeit mit Hilfe finanzieller Zuwendungen verschiedener Regierungsagenturen, internationaler Stiftungen und Unternehmen. Ihre finanzielle Mitwirkung ermöglicht die Erstellung des CPI. Hier finden Sie die vollständige Liste der Spender: www.transparency.org/support_us/support. Zusätzliche Unterstützung für die Messinstrumente von Transparency International kommt von der Beratungsagentur Ernst & Young. Mit der Akzeptanz von finanziellen Zuwendungen unterstützt Transparency International nicht automatisch die Unternehmenspolitik des Geldgebers und beteiligt dessen Mitarbeiter grundsätzlich nicht am Management seiner eigenen Projekte.

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Wie viele Länder sind im CPI 2009 enthalten?

 

Der CPI 2009 umfasst 180 Länder, genauso viele wie auch im Jahr 2008.

 

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Wie wird die Auswahl der Länder getroffen?

Für die Aufnahme eines Landes in den CPI bedarf es mindestens drei verlässlicher Quellen korruptionsbezogener Daten. Die Aufnahme eines Landes in den Index ist kein Anzeichen für das Auftreten von Korruption in diesem Land, sondern hängt allein von der Verfügbarkeit von Daten ab.

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Warum sind einige Länder im CPI 2009 nicht mehr aufgelistet und warum sind neue enthalten?

 

Länder können nur aufgenommen werden, wenn mindestens drei Quellen erhältlich sind. 2009 führte eine Veränderung des Landesumfangs in Bezug auf individuelle Quellen dazu, dass Brunei Darussalam einbezogen werden konnte. Belize musste vom Index gestrichen werden, da nur eine Quelle vorlag.

 

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Welche Länder könnten zukünftig in den CPI aufgenommen werden?

 

Transparency International versucht fortwährend, die Anzahl der im CPI aufgeführten Länder zu erhöhen.

 

Länder oder Territorien, für die zwei Datenquellen (und damit zu wenig zur Aufnahme) zur Verfügung stehen, sind: Anguilla, Antigua & Barbuda, Aruba, die Bahamas, die Bermudainseln, die Fidschi-Inseln, die Föderierten Staaten von Mikronesien, Grenada, die Kaimaninseln, der Kosovo, Liechtenstein, die Niederländischen Antillen, Nordkorea, St. Kitts & Nevis und Tuvalu. Für alle diese Länder bzw. Territorien fehlt noch mindestens eine Datenquelle, um zukünftig in den CPI aufgenommen zu werden.

 

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Welches sind die Quellen für den CPI?

Der CPI 2009 umfasst 13 verschiedene Umfragen und Untersuchungen von zehn unabhängigen Institutionen. Die Quellen müssen in den letzten zwei Jahren veröffentlicht worden sein, um in den CPI aufgenommen werden zu können. Alle Quellen müssen eine Rangfolge der erfassten Länder liefern und das Gesamtausmaß der Korruption messen. Aufgrund dieser Anforderungen finden Umfragen, die Korruption mit anderen Fragestellungen verknüpfen, etwa nach der Instabilität des politischen Systems, Dezentralisierungsbestrebungen oder nach Nationalismus, keine Berücksichtigung finden. Transparency International ist immer bestrebt, sicherzustellen, dass die verwendeten Datenmaterialien höchsten Anforderungen entsprechen und die Umfragen mit absoluter Integrität durchgeführt werden. Um im CPI verwendet zu werden, müssen die Daten gut dokumentiert und eine Einschätzung der Reliabilität möglich sein.

Die Daten für den CPI werden Transparency International kostenlos zur Verfügung gestellt. Einige Quellen erlauben keine Veröffentlichung der von ihnen zur Verfügung gestellten Daten; andere sind öffentlich zugänglich. Eine ausführliche Liste der verwendeten Quellen sowie weitere Informationen zu den in den Untersuchungen gestellten Fragen und der Anzahl der Befragten finden sich unter www.transparency.org/cpi.

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Wessen Meinungen sind für die Umfragen herangezogen worden?

 

Die vom CPI wiedergegebene Einschätzung ergibt sich aus dem Verständnis von korruptiven Praktiken von Menschen sowohl aus den Industrienationen als auch aus den Entwicklungsländern. Die Befragungen werden unter Managern und Länderanalysten durchgeführt. Die für den CPI herangezogenen Umfragen verwenden zwei Arten von Samples. Es wurden sowohl in den Ländern ansässige wie auch nicht in den Ländern ansässige Experten befragt. Es ist wichtig, deutlich zu machen, dass die Ansichten beider gut miteinander korrelieren.

 

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Beeinflusst die Bekanntheit des CPI die Befragten? / Besteht die Gefahr eines Zirkelschlusses?

Seit seiner ersten Veröffentlichung im Jahr 1995 hat der CPI erheblich an Prominenz und Einfluss gewonnen. Das hat die Befürchtung laut werden lassen, dass die Einschätzungen der befragten Experten von den bisherigen Ergebnissen überschattet werden könnten. Damit ergebe sich das Problem eines Zirkelschlusses. Diese Hypothese wurde 2006 durch eine Untersuchungsfrage getestet, die führenden Geschäftsleuten weltweit gestellt wurde. Die Auswertung der 9.000 Antworten hat ergeben, dass das Wissen über den CPI keinen Einfluss darauf hat, ob die Experten in ihren Antworten „mit dem Strom schwimmen“. Das Wissen um den CPI kann die Befragten vielmehr dazu motivieren, sich ihre eigene Meinung zu bilden. Das ist ein eindeutiger Hinweis darauf, dass die Gefahr eines Zirkelschlusses bei der derzeit verwendeten Methodik nicht besteht.

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Wie wurde der CPI 2009 erstellt?

 

Der CPI 2009 wird vom Internationalen Sekretariat von Transparency International in Berlin erstellt. Transparency International sammelt die Daten, berät sich mit Experten über die Methodik und berechnet den Index. In den letzten Jahren wurde diese Arbeit durch einen wissenschaftlichen Berater geleistet, der auch Senior Advisor von Transparency International war.

Transparency International folgt in Zusammenarbeit mit einer Reihe von Experten verschiedener führenden Universitäten und Instituten, einem strengen Prozess, um die Ergebnisse zu verifizieren. Wie auch in den vergangenen Jahren stand das Index Advisory Committee  von Transparency International in Bezug auf die Methodologie des CPI beratend zur Seite (transparency.org/policy_research/surveys_indices/about). Zusätzlich gab es 2009 eine Expertengruppe, die Transparency International zum einen während der Berechnungsphase beriet und zum anderen die Erstellung des Index begleitete: Andrew Gelman (Columbia Universität), Rajshri Jayaraman (European School of Management and Technology), Meghan O'Malley Berry (Columbia Universität), Piero Stanig (London School of Economics) und Andreas Stephan (JIBS, Jönköping Universität; CESIS, KTH Stockholm). Ergänzend standen Catherine Muller und Marc Vothknecht (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Berlin) beratend zur Seite und überprüften unabhängig die Berechnungen des CPI. Weitere Informationen über die Methodik des CPI 2009 finden Sie hier:>www.transparency.org/cpi.

 

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Gab es 2009 Veränderungen in der Methodologie des CPI?

 

Im Großen und Ganzen befolgt der CPI 2009 dieselbe Methodik wie in den vergangenen Jahren. Die einzige Veränderung ist, dass die Punktzahlen des CPI 2008 als Stammliste für den CPI 2009 genutzt wurden (Informationen über die Gesamtmethodik finden Sie hier:

www.transparency.org/policy_research/surveys_indices/cpi/2008/methodology).

Dies war auch die Herangehensweise des CPI bis 2006. 2007 und 2008 wurden die Erhebungen des Vorjahres zwar auch genutzt, aber angepasst. Mehr Informationen hierzu finden Sie auf

transparency.org/policy_research/surveys_indices/cpi/2007/methodology.

 

 

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Interpretation der Ergebnisse des CPI

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Was ist von größerer Bedeutung, der Rang eines Landes oder sein Punktwert?

Der Punktwert eines Landes gibt das wahrgenommene Korruptionsniveau eines Landes an und der Rang gibt seine Position im Vergleich zu anderen Ländern an, die im CPI aufgelistet sind. Der Punktwert eines Landes ist weit wichtiger, um das wahrgenommene Korruptionsniveau eines Landes darzustellen. Der Rang eines Landes kann sich schlicht und ergreifend deshalb ändern, weil neue Länder in den Index aufgenommen oder andere herausgenommen wurden.

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Ist das Land mit dem niedrigsten Punktwert das korrupteste Land der Welt und das mit dem höchsten Punktwert das am wenigsten korrupte?

Nein. Das Land mit dem niedrigsten Punktwert wird nur innerhalb der für den Index untersuchten Länder als am korruptesten wahrgenommen. Auf der Welt gibt es über 200 souveräne Staaten, von denen der CPI 2009 nur 180 umfasst. Der CPI liefert keine Informationen über Länder, die nicht von ihm erfasst werden. Außerdem wird im CPI die wahrgenommene Korruption in der Politik und Verwaltung erfasst, nicht aber die Korruption eines Landes as Ganzes. In den Ländern am unteren Ende des CPI verurteilt die Öffentlichkeit Korruption genauso wie in Ländern, die weit oben im CPI stehen. Mehr Informationen dazu gibt es im Global Corruption Global Corruption Barometer von Transparency International: www.transparency.org/publications/gcr

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Beispiel: Was sagt die Auflistung von Somalia ganz unten und die von Neuseeland ganz oben im CPI 2009 aus?

Laut CPI 2009 wird das Ausmaß der Korruption in Politik und Verwaltung in Somalia als am höchsten wahrgenommen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Somalia „das korrupteste Land“ ist oder dass die Somalis „die korruptesten Menschen der Welt“ sind.  Korruption ist unbestritten eine der größten Herausforderungen für die Good Goverance-Strukturen, die Entwicklung des Landes und die Armutsreduzierung in Somalia. Doch die Mehrheit der Menschen ist in erster Linie Opfer von Korruption. Korruption kann einer Minderheit einflussreicher Persönlichkeiten zugeschrieben werden und durch das Versagen von politischen Führern und Institutionen, die Korruption zu kontrollieren und zu verhindern, begünstigt werden. Das bedeutet aber nicht, dass ein Land oder seine Bevölkerung am korruptesten sind.

 

Gleichzeitig ist Neuseeland, wo das Ausmaß der wahrgenommenen Korruption in der Politik und Verwaltung am geringsten ist, nicht automatisch das am wenigsten korrupte Land der Welt – und die Neuseeländer sind nicht immun gegen Korruption. Auch wenn die Rahmenbedingungen in Neuseeland sich mittlerweile so verändert haben, dass es nur noch sehr begrenzt zu Korruption kommen kann, bleibt dieses Land, genau wie jedes andere Land, anfällig für Korruption.

 

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Warum gibt es keine größeren Veränderungen im Punktwert eines bestimmten Landes, auch wenn verschärfte oder unterlassene Antikorruptions-Reformen oder kürzlich aufgedeckte Korruptionsfälle festzustellen sind?

Es ist schwierig, einen CPI-Punktwert in kurzer Zeit zu verbessern. Der CPI 2009 basiert auf Daten aus den vergangenen zwei Jahren, diese wiederum beziehen sich auf Wahrnehmungen, die sich bereits über einen sehr viel länger zurückliegenden Zeitraum gebildet haben. Tatsächliche Veränderungen in der Wahrnehmung von Korruption werden im Index wahrscheinlich erst über einen längeren Zeitraum hinweg sichtbar.

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Ist der CPI ein verlässliches Instrument für die wahrgenommene Korruption in einem Land?

Im Hinblick auf die Wahrnehmung von Korruption ist der CPI ein solides Messinstrument. Als solches ist er häufig von Wissenschaftlern und Analysten getestet und angewandt worden. Seine Reliabilität variiert jedoch von Land zu Land. Angaben über Länder mit einer hohen Zahl von Quellen und mit nur kleinen Unterschieden zwischen den Bewertungen der einzelnen Quellen – was sich in einem geringen Vertrauensintervall niederschlägt – sind in ihrer Aussagekraft über Rang und Punktwert verlässlicher; umgekehrt gilt dasselbe.

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Ist der CPI ein verlässliches Instrument bei der Entscheidung über Entwicklungshilfezahlungen?

Einige Regierungen haben versucht, mittels Korruptionsindizes zu entscheiden, welche Länder Entwicklungshilfezahlungen erhalten sollen und welche nicht. Transparency International rät nicht dazu, den CPI auf diese Weise zu nutzen. Länder, die als sehr korrupt wahrgenommen werden, sollten nicht dafür bestraft werden. Sie brauchen besondere Hilfe, um der Spirale aus Korruption und Armut zu entkommen. Wenn ein Land als korrupt gilt, sollte dies ein Anlass für Geldgeber sein, Investitionen zu tätigen, um Korruption systematisch zu bekämpfen, basierend auf einem gegenseitigen Vertrauensverhältnis. Wenn Investoren größere Entwicklungsprojekte in als korrupt wahrgenommenen Ländern unterstützen wollen, sollten sie besonderes Augenmerk auf korruptionsanfällige Bereiche richten und sicherstellen, dass angemessene Kontrollmechanismen eingerichtet werden, um Bestechungsfälle zu vermeiden.

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Was ist der Unterschied zwischen CPI und anderen Studien von Transparency International?

Transparency International führt unabhängig empirische Studien zum Thema Korruption durch. Das Untersuchungsportfolio umfasst sowohl qualitative und quantitative Ansätze, Makro-Indikatoren und Tiefendiagnosen, Expertenanalysen und Analysen zu Erfahrungen und Wahrnehmung von Korruption. Damit ergibt sich ein umfangreiches Bild der weltweiten Verbreitung und Dynamik von Korruption. Die Studien bilden die Grundlage für faktenorientierte Reformen, die auf die Situation in dem jeweiligen Land zugeschnitten sind. Das Untersuchungsportfolio von Transparency International umfasst folgende Indizes und Berichte:

·    Global Corruption Barometer, GCB (Globales Korruptionsbarometer): Über 70.000 Haushalte in über 65 Ländern werden in einer repräsentativen Befragung zu ihrer Wahrnehmung und Erfahrung mit Korruption befragt. Das letzte Globale Korruptionsbarometer wurde am 3. Juni 2009 veröffentlicht. Mehr:

www.transparency.org/policy_research/surveys_indices/gcb.

·    Bribe Payers Index, BPI (Bestechungszahlerindex): Der BPI listet die führenden Exportstaaten hinsichtlich der Bereitschaft ihrer Unternehmen auf, Bestechungsgelder an ranghohe Amtsträger zu zahlen. Er basiert auf einer Befragung unter Führungskräften über die Geschäftspraktiken von ausländischen Unternehmen im jeweiligen Land. Der letzte BPI wurde am 9. Dezember 2008 veröffentlicht. Mehr:

www.transparency.org/policy_research/surveys_indices/bpi .

·    Global Corruption Report (GCR): Dieser themenspezifische Bericht beleuchtet Korruption im Hinblick auf einen bestimmten Bereich der Gesellschaft. Eine Vielzahl von Experten und Praktikern, Feldstudien und Berichte von nationalen Chaptern von Transparency International werden hierfür zu Rate gezogen. Im GCR sind auch die neuesten Forschungsergebnisse und Erkenntnisse zu dem jeweiligen Thema enthalten. Der letzte Global Corruption Report wurde am 23. September 2009 zum Thema „Global Corruption and the Private Sector“ veröffentlicht. Mehr:

www.transparency.org/publications/gcr

·    National Integrity System assessments (NIS): Hierbei handelt es sich um eine Reihe von national durchgeführten Studien. Die wichtigsten Institutionen für gute Regierungsführung und Integrität eines Landes werden auf ihre Stärken und Schwächen ausführlich untersucht und überprüft. Die NIS Studien werden fortlaufend veröffentlicht. Ausführliche Informationen:

www.transparency.org/policy_research/nis

Der Corruption Perceptions Index, CPI (Korruptionswahrnehmungsindex) stellt die fünfte Säule in diesem Portfolio dar. In einer jährlichen Rangliste wird die Expertenmeinung zur wahrgenommen Korruption in 180 Ländern aufgeführt.

Kategorie: Interpretation der Ergebnisse des CPI

Veränderungen im Punktwert zwischen 2008 und 2009

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Können die Daten des CPI 2009 mit denen früherer CPIs verglichen werden?

In erster Linie bietet der Index eine Momentaufnahme der Eindrücke von Unternehmern und Länderanalysten der vergangenen Jahre. Er konzentriert sich weniger auf jährliche Veränderungen. Die Ergebnisse früherer Jahre sollten anhand der Punktwerte verglichen werden, nicht auf Grundlage des Ranges.

Die jährlichen Veränderungen des Punktwertes eines Landes sind entweder auf eine veränderte Wahrnehmung der Leistung eines Landes oder auf Veränderungen in Sample und Methodologie des CPI zurückzuführen. Der einzig verlässliche Weg, die Punktwerte eines Landes über einen längeren Zeitraum hinweg miteinander vergleichen zu können, besteht darin, die Ergebnisse der einzelnen Umfragen genauer zu analysieren, denn diese können Veränderungen in der Bewertung wiedergeben.

Kategorie: Veränderungen der Punktwerte zwischen 2005 und 2006
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In welchen Ländern haben sich die Punktwerte zwischen 2008 und 2009 besonders deutlich verschlechtert?

Aus den oben genannten Gründen ist es problematisch, Vergleiche von einem zum anderen Jahr zu ziehen. Allerdings kann man, soweit Veränderungen auf einzelne Quellen zurückverfolgbar sind, vorsichtig gewisse Tendenzen ausmachen. Nennenswerte Beispiele für eine negative Entwicklung, die aus der Hälfte der Quellen ersichtlicht wird, sind Bahrain, Griechenland, Iran, Malaysia, Malta und Slowakei. In diesen Ländern lassen sich über die letzten beiden Jahre hinweg tatsächlich Verschlechterungen in der Wahrnehmung von Korruption erkennen.

Kategorie: Veränderungen der Punktwerte zwischen 2005 und 2006
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In welchen Ländern haben sich die Punktwerte besonders verbessert?

Mit den gleichen Einschränkungen können auf der Grundlage von Daten aus Quellen, die regelmäßig für die Ausarbeitung des Index verwendet wurden, Verbesserungen im Vergleich zu 2008 für Bangladesch, Belarus, Guatemala, Litauen, Moldawien, Montenegro, Polen, Syrien und Tonga festgestellt werden.

Kategorie: Veränderungen der Punktwerte zwischen 2005 und 2006

 

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