Macht der Korruption ein Ende. Spenden Transparency International Deutschland e.V.

Entwicklungszusammenarbeit

Standpunkte

  • Priorisierung der Themen Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung als Querschnittsaufgaben bei allen Institutionen und Bereichen der Entwicklungszusammenarbeit
  • Formulierung und Umsetzung von „Codes of Conduct“ für Mitarbeiter von Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit
  • Veröffentlichung von Projektvereinbarungen und Transparenz der Mittelverwendung bei der Planung und Durchführung von Entwicklungsprojekten  (publish what you fund)
  • Klare Regelungen für die Sanktionierung von Fehlverhalten und Schutz von Hinweisgebern

 

Hintergrund

Korruption wird allgemein als eines der wichtigsten Entwicklungshemmnisse angesehen. Korruptionsprävention in der Entwicklungszusammenarbeit stellt die beteiligten Akteure vor besondere Herausforderungen, da hier Institutionen und Personen sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch in Entwicklungsländern betroffen sind.

Nach Auffassung von Transparency Deutschland tragen die deutschen staatlichen und nicht-staatlichen Entwicklungsinstitutionen eine Mitverantwortung dafür, dass Mittel der Entwicklungszusammenarbeit in den Empfängerländern verantwortungsvoll und unter hohen ethischen Gesichtspunkten eingesetzt werden.

Gültige Standards und Instrumente für Korruptionsprävention in Entwicklungsländern zu entwickeln und umzusetzen ist oft nicht leicht, da dort in der Regel andere sozio-kulturelle Strukturen gelten. Auch eine „Bevormundung“ der Partnerinstitutionen durch die Vorgabe von Werten und Verfahren muss vermieden werden.

Transparency Deutschland zielt bei seinen Aktivitäten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit auf die Bildung von Koalitionen mit staatlichen und nicht-staatlichen Institutionen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ab. Basierend auf der systematischen Auswertung von Erfahrungen (sowohl mit korruptivem Verhalten als auch Instrumenten und Verfahren der Korruptionsprävention) sollen die Sensibilität für und das Wissen über die Korruptionsproblematik in gemeinsamer Bemühung erhöht sowie verbesserte Strukturen und Verfahren zur Korruptionsprävention eingeführt werden.

Unsere Dokumente

Anforderungen an eine BMZ Antikorruptionsstrategie. Stellungnahme, Transparency Deutschland, 25.05.2011 (pdf, 160 kB)

Scheinwerfer 46 "Entwicklungszusammenarbeit". 1/2010

Korruption in der Entwicklungszusammenarbeit - ein Problem auch für kirchliche Organisationen, Arbeitspapier, Transparency Deutschland, August 2007 (pdf, 452 kB)

Corruption in Development Cooperation - a problem that equally affects Church Organisations, Working Paper, Transparency Deutschland, August 2007 (pdf, 320 kB)

Mut zur Transparenz - Korruptionsprävention in der Entwicklungszusammenarbeit von Kirchen und NROs, Dokumentation der Tagung vom 6./7. März 2010 in der Evangelischen Akademie Bad Boll

Weiterführende Informationen

Ein wichtiges Grundlagenpapier von Transparency International wurde in englischer Sprache unter dem Titel Poverty, Aid and Corruption veröffentlicht.

Das englischsprachige Handbook Preventing Corruption in Humanitarian Operations von Transparency International richtet sich an Mitarbeiter und Führungskräfte von Hilfsorganisationen und bietet Handlungsanweisungen, die helfen können, das Korruptionsrisiko zu reduzieren.

Die International Aid Transparency Initiative ist eine Multi-Donor-Group-Initiative, die sich für Transparenz bei der Verteilung von Mitteln zur Entwicklungszusammenarbeit einsetzt.

 

Weiterführende Informationen zum Arbeitspapier von Transparency Deutschland "Korruption in der Entwicklungszusammenarbeit - ein Problem auch für kirchliche Organisationen":

 

Zu Dokumenten des BMZ

 

Zu Dokumenten der GTZ

 

Zu Dokumenten internationaler EZ-Institutionen

Pressemitteilungen zum Thema:

Donnerstag, 24.04.2008
Nicht-Staatliche Entwicklungszusammenarbeit und Transparency Deutschland

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Mittwoch, 09.04.2008
Zum Neunpunkteplan der entwicklungspolitischen Hilfsorganisationen

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